Kein Abblendlicht
Autofahrer mögen's dunkel

Die Unfallgefahr auf deutschen Straßen wäre geringer, wenn Autofahrer auch am Tag ihr Abblendlicht einschalten würden. Doch nur die wenigsten halten sich laut einer Studie des Auto Club Europa (ACE) an diesen Ratschlag. Dabei machen Fahrten mit Licht laut ACE auch ökonomisch Sinn.

HB STUTTGART. Autofahrer sind tagsüber meistens ohne Abblendlicht unterwegs. Wie der ACE am Donnerstag in Stuttgart mitteilte, verzichten bei heiterem bis wolkigem Wetter nahezu noch 76 Prozent der Fahrer auf Licht, während unter den selben Bedingungen immerhin mehr als 40 Prozent der Busfahrer die Scheinwerfer bereits eingeschaltet haben. Bei heiterem Wetter seien die Fahrer von Kleintransportern in Sachen Tagfahrlicht auffällig nachlässig. Von ihnen schalten nur gut 12 Prozent das Abblendlicht ein.

Die mit unter 39 Prozent geringste Licht-Einschaltquote in trübem Regenwetter registrierte der ACE bei Pkw-Fahrern, wenn sie auf der Autobahn unterwegs sind. Ist das Wetter regnerisch und trüb, erhöhe sich die Einschaltquote allerdings auf insgesamt über 50 Prozent. Der Auto Club hatte in den vergangenen Tagen bundesweit an 385 verschiedenen Orten insgesamt 545 063 Fahrzeuge danach registriert, ob sie am Tag mit oder ohne Abblendlicht unterwegs sind. Der ACE wirbt derzeit unter dem Motto „Mach mich an“ für die Einführung von Tagfahrlicht in Deutschland und stützt sich dabei auf die Empfehlungen von Verkehrsunfallexperten. Sie sehen darin einen wirksamen Beitrag für mehr Verkehrssicherheit und rechnen alleine in Deutschland mit einem Rückgang der jährlich mehr als zwei Millionen Verkehrsunfälle um drei Prozent.

Nach Berechnungen des ACE bedeutet dies eine Minderung der volkswirtschaftlichen Unfallfolgekosten um etwa 960 Millionen Euro auf dann noch 31,2 Milliarden Euro.

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