Kein Leistungswahn
VW Passat 2.0 TDI - Aufwertung ohne Aufpreis

4,77 Meter lang und 565 Liter Kofferraum - dies sind nur zwei imposante Maße der gerade gestarteten, sechsten Passat-Generation. Dieser einst so volksnahe Groß-Golf will jetzt ganz weit in die Business Class vorfahren.

dpa HAMBURG. Den sozialen Aufstieg dokumentiert allem voran das aufgewertete Passat-Gesicht: Ein bisschen Phaeton, ein Stückchen Concept und ein riesiger Chrom-Kühlergrill sorgen für ein prominentes und selbstbewusstes Antlitz. Seine fast 4,80 Meter verdankt der neue Passat deutlich gewachsenen Überhängen bei nahezu unverändertem Radstand. Und darin manifestiert sich ein gestalterisches Problem: Mit diesen Proportionen will er nicht ganz überzeugen. Speziell das hochgestellte, wuchtige Heck könnte etwas kompakter ausfallen. Dafür ist die neue, glatte Heckpartie mit ruhigen Flächen und schicken LED-Leuchten durchaus sehenswert und der Kofferraum dahinter einfach riesig.

Im völlig umgestalteten Innenraum ist der Klassenaufstieg ebenfalls deutlich spürbar. Das durchweg großzügige Platzangebot, die hochwertigen Materialien und die saubere Verarbeitung sorgen bereits in der Einstiegsversion für stilvolles Ambiente. Gegen Aufpreis gibt es große Holzflächen für Instrumententafel und Mittelkonsole. Der Individualisierung sind kaum noch Grenzen gesetzt. Dieser „Pelz nach innen“ wird nach Meinung von VW für den Autokunden künftig wichtiger. Entsprechend ist der Passat zu einer Kuschel- und Hightech-Lounge ausbaubar.

Attraktive Details bietet bereits die Basisversion. So gibt es serienmäßig eine elektromechanische Parkbremse, die einfach per Knopfdruck aktiviert wird. Ein richtiger Handschmeichler ist der elektronische Funkschlüssel, der auf so manchem Kneipentisch für Gesprächsstoff und neidische Blicke sorgen dürfte. Der kleine Klotz wird einfach in das Zündschloss geschoben und nach kurzem Druck startet der Motor.

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Obwohl VW über bombastische Diesel- und Benzinantriebe mit sechs bis zwölf Zylindern verfügt, gibt es für den Passat nur einfache Hausmannskost: die bekannten Reihenvierzylinder aus den TDI- und FSI- Familien. Daran wird sich künftig wenig ändern. Statt längs werden die Motoren nämlich neuerdings quer eingebaut. Und deshalb bleibt maximal noch Platz für den kompakten 3,2-Liter-V6-Benziner. Mit 250 PS soll er ab Herbst 2005 die Leistungshungrigen verwöhnen. Doch eigentlich sind die gebotenen Vierzylinder bereits völlig ausreichende Antriebe. Der aus dem Vorgänger bekannte 1,6-Liter-Vierzylinder wird weiterhin mit 102 PS angeboten. Darüber rangieren bei den Benzinern der 1.6 FSI mit 115 und der 2.0 FSI mit 150 PS. In einer späteren Ausbaustufe sogar mit 200 PS. Bei den Dieselaggregaten kommen zunächst der 1.9 TDI mit 105 PS sowie der 2.0 TDI mit 140 PS.

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