Kia Ceed
Eine überzeugende Neuauflage

Der neue Kia Ceed gibt sich solide, komfortabel und sportlich: Der koreanische "Golf"-Jäger zu Preisen ab 14.490 Euro braucht sich in seiner Klasse wahrlich nicht zu verstecken.
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DüsseldorfDer neue Kia Ceed ist in der zweiten Modellgeneration deutlich aggressiver gestaltet, als sein Vorgänger. Die Front des Kompakten dominieren schmale, lang gezogene Scheinwerfer, ein großer Kühlergrill mit schwarzem Wabenmuster und Chromumrandung sowie das mittig angebrachte Kia-Emblem. Der fünftürige Ceed zu Preisen ab 14.490 Euro ist 4,31 Meter lang, 1,78 Meter breit und 1,47 Meter hoch.

Damit ist er gegenüber dem Vorgängermodell um 5 Zentimeter in der Länge gewachsen und in der Höhe um 1 Zentimeter geschrumpft, weil das Fahrwerk tiefer gelegt wurde. Das runde Heck mit seinen großen Rückleuchten wirkt durchaus bullig. Insgesamt hinterlässt der Außenauftritt einen sportlichen und edlen Eindruck.

Das samtige Soft-Touch-Interieur vermittelt eine luxuriöse Atmosphäre. Gleichzeitig wirkt der Arbeitsplatz mit dem einstellbaren Lederlenkrad sehr funktional. Dafür sorgt vor allem der optionale elektrische Sitz mit Memory-Funktion. Etwas gewöhnungsbedürftig dagegen: Der Sitz fährt beim Öffnen der Tür weit nach hinten, um dem Fahrer einen optimalen Ein-und Ausstieg zu ermöglichen.

Umgekehrt bedarf es einiger Sekunden, bis das Sitz-Gedächtnis den Fahrer wieder in die persönliche Sitzposition gebracht hat.

Praktisch ist auch die optionale, elektronische Parkbremse, die als kleiner Zug- und Druckhebel ausgestaltet ist. Ein sperriges Handbremsgestänge entfällt. Der kurze Ganghebel ist griffig und unterstreicht die gute Materialanmutung des Koreaners, der in der Slowakei produziert wird.

Das Armaturenbrett ist mit seinen drei Rundanzeigen übersichtlich gestaltet. Alle notwenigen Instrumente sind für den Fahrer sehr gut erreichbar. Allein das Multifunktionslenkrad bedarf mit seinen 14 Schaltern und Tasten pfadfinderischer Fähigkeiten.

Entspannung verschafft die übersichtliche Kia-Navigation. Und auch die Rückfahrkamera möchte der Fahrer nicht missen. Grund: Die Rücksicht ist trotz breiter Außenspiegel durch die eng zulaufenden Seiten- und das kleine Heckfenster nicht optimal. Etwas Probleme haben zudem Sitzriesen auf dem Beifahrerplatz mit der Sicht nach vorne, da sich der Copiloten-Sessel nicht in der Höhe verstellen lässt. Immerhin reicht die Kopffreiheit auch beim Beifahrer.

Gut ist das Platzangebot im Fond. Die Hinterbänkler haben auch bei weit zurück gestellte Frontsitzen ausreichend Beinfreiheit. Empfehlenswert ist das neue elektrische Glasschiebedach, das eine Panoramaaussicht nach oben bietet. In dem um 40 Liter auf 380 Liter gewachsenen Kofferraum findet das Gepäck für einen Reise- und Wanderurlaub von vier Personen hinreichend Platz.

In der Spirit-Ausstattung strotzt der Ceed nur so vor Komfort- und Sicherheitsfeatures, wie dem intelligenten Parksystem, dem Spurhalte-Assistenten, den Xenon-Scheinwerfern oder dem sich anpassenden Abbiege- und Kurvenlicht. Viele Kleinigkeiten erhöhen die Bequemlichkeit.

Dazu gehören Smart-Key und Startknopf, Einstiegsleuchten im Außenspiegel und beleuchtet Außentürgriffe. Eine Tunnelkonsole verströmt im Fond warme oder kalte Luft. Zudem sorgen sechs Airbags für ein gutes Sicherheitsgefühl.

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Wendiger und geräumiger als der Golf

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