Kia Cee´d
Hochwertiger und moderner gegen den Golf

Mit modernem Design, hochwertigerer Ausstattung und verbesserter Technik bläst Kia mit dem neuen Cee´d zur zweiten Attacke auf den VW Golf. Was der Koreaner wirklich drauf hat, klärt ein erster Fahreindruck.
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Malaga/SpanienDie zweite Generation des Kia Cee´d unterscheidet sich wirklich deutlich von seinem Vorgänger. Den hatte Kia 2007 auf den Markt gebracht, um in der Golf-Klasse vertreten zu sein. Mit einigem Erfolg: Bis heute verkauften die Koreaner weltweit rund 630.000 Exemplare vom ersten Cee´d. Nicht mehr reichlich bieder, sondern ausgesprochen modern präsentiert sich das frische Outfit des kompakten Kia. Statt in klassischem Kompaktwagen-Design mit einem hohen Steilheck kommt der neue Cee´d eher wie ein Coupé daher.

Vier Motoren, zwei Benziner (1.4 CVVT mit 73 kW/100 PS und 1.6 GDI mit 99 kW/135 PS) und zwei Diesel (1.4 CRDI 90 mit 66 kW/90 PS und 1.6 CRDI 128 mit 94 kW/128 PS), stehen als Antriebsquellen zur Auswahl. Die Topmotorisierung, der 1.6 GDI, ist der erste Ceed mit Benzin-Direkteinspritzung. Für diesen Motor bietet Kia auch ein in Eigenregie entwickeltes Doppelkupplungsgetriebe an. Gründe genug, diese Version des kompakten Koreaners für den ersten Fahreindruck auszuwählen.

Große, bis weit in die Kotflügel gezogene Frontscheinwerfer und der neue Kühlergrill verhelfen dem Kia Cee´d zu einem wesentlich dynamischeren Auftritt. Diesen Eindruck unterstützen auch die neuen Abmessungen. Während der Fronttriebler in der Länge um fünf Zentimeter auf 4,31 Meter wuchs, schrumpfte er in der Höhe und Breite um einen Zentimeter. Dafür erhielt er bei gleichem Radstand von 2,65 Meter wie der Vorgänger eine deutlich breitere Spur an Vorder- und Hinterachse, um die Straßenlage zu verbessern.

Der Heckbereich der Karosserie mit seinen abgerundeten hinteren Seitenscheiben und dem schrägen Abschluss vollenden bei dem Viertürer die coupéhafte Linie. Die Anstrengungen der Designer sollen sich auch günstig auf den Verbrauch auswirken. Mit einem cW-Wert von jetzt 0,30 gehört der fünfsitzige Kompaktwagen zu den besten in seiner Klasse.

Den hochwertigen Verarbeitungsstandard aus dem Karosseriebereich setzen die Koreaner auch im Innenraum fort. Dorthin dringen zudem keinerlei Geräusche von Reifen, Fahrwerk oder Fahrtwind vor. Das Armaturenbrett ist übersichtlich und klar gegliedert. Alle Instrumente und Schalter sind logisch angeordnet. Nur die Vielfalt der Bedienmöglichkeiten am Lenkrad lassen den Volant überfrachtet wirken. Da braucht der Cee´d-Novize eine längere Eingewöhnungszeit, bis er alles Intuitiv bedienen kann. Die Sitze lassen sich für alle Körpergrößen gut verstellen, bieten aber nur eine mäßige Seitenführung.

Im Fahrbetrieb erweist sich das 1.6-Liter-Triebwerk mit immerhin 135 PS als nicht sonderlich agil. Es fordert immerzu nach hohen Drehzahlen, um für richtigen Vorschub zu sorgen. Unterhalb von 4.500 Umdrehungen tut sich fast gar nichts. Darüber wird der Direkteinspritzer dann unangenehm laut. Eine harmonische Antriebsquelle fühlt sich anders an. Als Höchstgeschwindigkeit geben die Koreaner 195 km/h an und den Spurt auf 100 km/h soll der Viertürer in 10,8 Sekunden bewältigen.

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