Kia Optima
Passat-Herausforderer mit Wow-Effekt

Ab April will die Hyundai-Tochter Kia für Unruhe im Revier der klassischen Stufenheck-Konkurrenz sorgen, wo sich VW Passat, Ford Mondeo, Opel Insignia und Skoda Superb tummeln. Im Fahrtest überzeugt der Koreaner.
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Nizza/ FrankreichEs ist nicht lange her, da hat Kia seine Kunden nur über niedrige Preise in die Verkaufsräume gelockt. Optisch herrschte Langeweile. Erst mit dem ehemaligen Audi-Designer Peter Schreyer - auf sein Konto gehen unter anderem der TT und der VW New Beetle - kamen mehr Emotionen ins Blech. Kia Soul und Venga waren ab 2009 der Anfang, mit Sportage, Picanto und Rio legte Schreyer nach. Jedes dieser Modelle verblüffte die Branche mit attraktivem Outfit und guten Proportionen.

Dies gilt einmal mehr für den Optima, dessen elegantes Design die Frage aufwirft: Kann das noch ein Koreaner sein? Kias Topmodell, das in seinem Heimatland Korea schlicht K5 heißt und dort derzeit alle Verkaufsrekorde bricht, will bei uns ab April für Unruhe im Revier der klassischen Stufenheck-Konkurrenz sorgen. Hier tummeln sich Typen wie VW Passat, Ford Mondeo und Opel Insignia, aber auch Toyota Avensis, Skoda Superb oder der Peugeot 508.

Eine erster Fahrtest zeigt: Selten sind wir von einem neuen Auto so positiv überrascht worden wie vom Kia Optima. Egal ob Antrieb, Fahrkomfort, Bedienung, Verarbeitung, Qualität oder Platzangebot, die Entwickler in Korea und in der Deutschland-Zentrale in Rüsselsheim haben höchst professionelle Arbeit abgeliefert. Damit nicht genug. Zu all dem kommen noch attraktive Preise (ab 24.490 Euro), eine gute Ausstattung sowie die siebenjährige Herstellergarantie. Wenn wundert es da, dass Kia mittlerweile die Nummer fünf der Welt ist?

Der erste Wow-Effekt stellt sich bereits beim Einsteigen in den Optima ein. Klar, funktional und sachlich das Cockpit, keine verspielten Gimmicks, kein Deko-Kitsch. Alles fasst sich gut an, alles sieht gut aus und alles wirkt gut verarbeitet. Man fühlt sich auf Anhieb wohl im Optima. Auch am Platzangebot oder am Sitzkomfort gibt es nichts zu mäkeln.

Hinten bietet der 4,85 Meter lange Koreaner aufgrund seines 2,8 Meter langen Radstands derart viel Beinfreiheit, dass sich manche Oberklassen-Limousine daran ein Beispiel nehmen könnte. Und selbst beim Gepäckabteil muss der Kia-Kunde keine Kompromisse eingehen. 505 Liter passen hinein, zudem lassen sich die Rücksitzlehnen getrennt umlegen und ermöglichen so den Transport größeren Stückguts.

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Ruhig und geschmeidig

Kommentare zu " Kia Optima: Passat-Herausforderer mit Wow-Effekt"

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  • Ich fahre seit einiger Zeit das Vorgängermodell Magentis Baujahr 2006. Ich bin mit dem Wagen sehr zufrieden. Ok es gibt kleine Unterschiede im Gegensatz zu den großen deutschen Marken, dich ich als Otto-Normalfahrer (kein Testfahrer von AutoBild) gut übersehen kann. Der Magentis/Optima ist ordentliches Auto und die neue Version sieht klasse aus. Ich könnte mich durchaus wieder für einen KIA entscheiden.

  • Vergleichen Sie bitte die Löhne und Gehälter in Deutschland mit denen im Ausland, dann verstehen Sie auch warum die in Deutschland gebauten und angebotenen Autos so teuer sind. Warum hat noch kein ausländischer Automobilhersteller wie KIA, Honda,... ein Werk in Deutschland gebaut, deutsche Hersteller im Ausland aber schon?

    Für die Unternehmen wird es immer rentabler Millionen für Werke im Ausland zu investieren, als die Autos aus Deutschland zu exportieren.

  • tja, so ändert sich die welt. die ausländischen marken erobern den deutschen markt mit sehr guten autos zu fairen preisen und die deutschen hersteller schauen nur noch nach china/usa und drehen noch den altdenkenden leuten in deutschland zu überteuernden preisen inkl. schlechten service ihre autos an...

    wenn ein golf mit vernüftiger ausstattung mittlerweile bald (nostalgisch) 60.000 DM kostet (und den service bei VW habe ich auch erlebt), fällt die entscheidung nicht mehr schwer

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