Kia Rio im Gebrauchtwagen-Check : Sichere Sache

Kia Rio im Gebrauchtwagen-Check
Sichere Sache

Schicke Schale, solider Kern – die seit 2011 angebotene dritte Generation des Kia Rio ist auch als Gebrauchter eine Empfehlung wert. Als besonderen Vorzug bietet der Kleinwagen eine siebenjährige Herstellergarantie.
  • 0

Wer den Kia Rio der dritten Generation als Neuwagen will, sollte sich beeilen, denn bereits im Frühjahr 2017 kommt die Neuauflage des koreanischen Kleinwagens. Doch auch als Gebrauchter ist der Polo-Konkurrent eine interessante, weil vor allem preiswerte Alternative, die neben diversen Qualitäten auch noch eine siebenjährige Werksgarantie bietet. Selbst die ältesten Exemplare profitieren noch bis Ende 2018 von diesem besonderen Herstellerservice.

Karosserie und Innenraum: Dass es den Rio schon seit drei Generationen gibt, dürfte vielen gar nicht bewusst sein, denn die Vorgänger waren so unscheinbar wie erfolglos. Erst mit der im September 2011 gestarteten, dritten Generation bot der Rio, trotz gewisser Ähnlichkeit zum Klassenprimus VW Polo, ein dem verheißungsvollen Namen einigermaßen würdiges Flair.

Darüber hinaus handelt es sich um einen gut gemachten Alltagswagen. Die nur knapp über vier Meter lange Karosserie, mit zwei oder vier Einstiegstüren, bietet innen ein ordentliches Platzangebot. Vorne sitzt man gut, auf der Rückbank kann es lediglich für Sitzriesen etwas eng werden. Ordentlich dimensioniert ist auch der fast 300 Liter große Kofferraum, der bei umgeklappter Rückbanklehne auf über 900 Liter wächst.

Ein solide Verarbeitung und ein einfaches Bedienkonzept mit guter Haptik gehören zu den weiteren Vorzügen des Koreaners.

Motoren und Fahrwerk: Die Motorenpalette des Rio ist überschaubar. Neben zwei Benzinern wurden in den fünfeinhalb Modelljahren auch zwei Diesel angeboten. Attraktiv sind die 55 kW/75 PS oder 66 kW/90 PS starken Selbstzünder vor allem für Langstreckenfahrer, die auf den Verbrauch achten. Im Fall des mit 75 PS recht behäbigen 1.1 CRDi liegt dieser bei nur knapp über drei Liter, sofern das Fahrzeug über die optionale Start-Stopp-Automatik ISG verfügt. Auf dem Gebrauchtmarkt ist allerdings nur etwa jeder zehnte Rio ein Diesel.

Deutlich häufiger anzutreffen ist der Basisbenziner 1.2 CVVT, der in den ersten Modelljahren 86 PS und seit dem Facelift 2015 84 PS leistet. Die Fahrleistungen (rund 13 Sekunden Sprintzeit, rund 170 km/h) gehen in Ordnung, ebenso die fünf Liter Verbrauch.

Wer etwas flotter unterwegs sein will, sollte zum 1.4 CVVT mit 109 PS greifen. Recht selten ist dieser sogar mit einer allerdings viel Leistung und Sprit fressenden Viergang-Automatik zu haben.

Ebenfalls nicht sonderlich auf Fahrspaß getrimmt ist das Fahrwerk. Zwar bietet das kreuzbrave Setup einen akzeptablen Kompromiss aus Komfort und Kurvenstabilität, Begeisterung wird der solide gemachte Unterbau bei anspruchsvolleren Fahrern allerdings nicht wecken.

Kommentare zu " Kia Rio im Gebrauchtwagen-Check : Sichere Sache"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%