Kia Sportage
Ein Koreaner auf Augenhöhe

Das Feld der kompakten Geländewagen ist dicht bestellt. Kein Wunder, sind doch die Sport Utility Vehicles (SUV) die einzige Fahrzeuggattung, die in den letzten Jahren zugelegt hat. Davon will auch Kia profitieren und fährt einen neuen Sportage vor.
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dpa-infocom HAMBURG. Der koreanische Konkurrent von VW Tiguan, Nissan Qashqai und Toyota RAV-4 nimmt Abschied vom Look des klassischen Geländewagens und zielt auf Kunden, die in der Stadt leben. Neue Mode heißt beim Kia Sportage: Die klaren Kanten des Vorgängers weichen muskulösen Rundungen, die Silhouette ist sehr viel sportlicher, an der Front glänzt ein verchromter Kühlergrill, und bei Helligkeit leuchten nun LED-Tagfahrleuchten. Zwar behält der Sportage die höhere Bodenfreiheit. Und die abgesetzten Stoßleisten aus Kunststoff signalisieren eine gewisse Robustheit. Doch statt im Unterholz wird man ihn jetzt eher auf der Einkaufsmeile sehen.

Länger, flacher, leichter

Passend zur neuen Form hat Kia auch das Format geändert und den Sportage näher an einen Kombi gerückt. Einen Golf Variant oder einen Focus Turnier überragt er noch um zwei Handbreit. Doch gegenüber dem Vorgänger fällt er sechs Zentimeter flacher aus. Im Gegenzug geht er um neun Zentimeter in die Länge und misst nun 4,40 Meter. Der Einsatz neuer Stahlmaterialien drückt das Gewicht um 80 bis 160 Kilogramm. Mit dem reduzierten Luftwiderstand und den neuen Motoren ist auch das ein Grund, weshalb der Verbrauch sinkt.

Mittelfristig wird es den Sportage zu Preisen ab 19 950 Euro mit vier Motoren geben ­ darunter auch den ersten Benzin-Direkteinspritzer der Koreaner. Außerdem plant Kia zwei Varianten mit Start-Stopp-Automatik, so dass der CO2-Ausstoß unter 140 g/km sinkt. Fürs Erste jedoch beginnt die Preisliste bei 21 300 Euro mit einem zwei Liter großen Benziner, der 120 kW/163 PS erreicht.

In gut zehn Sekunden auf Tempo 100

Der Vierzylinder macht seine Sache ordentlich: Man muss zwar etwas häufiger zum gut geführten Schaltknauf des Fünfgang-Getriebes greifen ­ aber so verfahren ist der Sportage in gut zehn Sekunden auf Tempo 100 und schafft mit etwas Anlauf mehr als 180 km/h. Wer sich beim Handschalter mit Frontantrieb begnügt, kommt auf einen Normverbrauch von 7,5 Litern. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 177 g/km. In Kombination mit Automatik und Allrad steigt der Verbrauch leicht und liegt im ungünstigsten Fall bei 8,2 Litern (CO2-Ausstoß von 195 g/km). Parallel gibt es einen Zweiliter-Diesel mit 100 kW/136 PS. Der ist zwar knapp 3 000 Euro teurer, aber bestenfalls mit 5,5 Litern (146 g/km) zufrieden.

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