Kindersitztest
Nur ein mangelhafter Ausreißer

18 von 28 Auto-Kindersitzen schnitten beim aktuellen Test von Stiftung Warentest und ADAC gut ab. Zum ersten Mal wurde auch ein sogenannter i-Size-Sitz getestet.
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Der ADAC hat gemeinsam mit der Stiftung Warentest 28 Kindersitze unter die Lupe genommen und nur ein Modell wegen schlechten Sicherheitsanforderungen im Frontal- und Seitenaufprallschutz durchfallen lassen.

Insgesamt erhielten 18 Modelle das Gesamturteil „gut“. Die Tester können für jede Altersgruppe mindestens einen Sitz besonders empfehlen. Mit der Bestnote „sehr gut“ wurde nur ein Modell ausgezeichnet.

Der Sitz mit der besten Note ist die Babyschale „Recaro Privia & Recaro Fix“. Das Modell für Kinder bis maximal 13 Kilogramm (ca. 0-1,5 Jahre) überzeugte mit sehr guten Sicherheitswerten. Auch die Bedienung, die Ergonomie und das Fehlen von Schadstoffen werteten die Tester dementsprechend.

Ein „gut“ in dieser Gewichtsklasse erhielten auch Maxi Cosi „Pebble & 2way Fix“, Concord „Airsafe“, Concord „Airsafe & Airfix“ sowie Modelle von Cybex, Besafe, Kiddy und Recaro. Der Sitz ABC Design „Risus & Risus Isofix Base“ aus derselben Gewichtsgruppe wurde mit „mangelhaft“ bewertet.

Für Kinder bis maximal 18 Kilogramm (bis ca. 4 Jahre) erreichten der Concord „Ultimax.2“ und der Römer „Max-Fix 2“ die Gesamtnote „gut“. Für Nachwuchs mit neun bis 18 Kilogramm (ca. 1-4 Jahre) gab es diese Note für die Sitze Chicco „Oasys 1“, Migo „Saturn & Solar“ und Migo „Saturn“. In der Klasse 15 bis 36 Kilogramm (ca. 4-12 Jahre) überzeugte der Römer „Kidfix XP“ mit „gut“.

Gegen etwas ältere Kindersitze spricht laut dem ADAC nichts. Hier könne ein Blick auf ältere Testergebnisse durchaus lohnen, denn Vorjahresmodelle seien im Handel manchmal günstiger erhältlich. Zur besonderen Vorsicht rät der Automobilclub aber bei gebrauchten Kindersitzen. Entscheidend sei, dass sie aus vertrauenswürdiger Quelle stammen und keinen Unfall hinter sich haben. Ist beides gegeben und funktionieren Schultergurt und Verriegelungsschloss ordnungsgemäß, lässt sich womöglich eine Menge Geld sparen.

Schließlich kann der Kauf eines Kindersitzes ins Geld gehen. So wurde das teuerste von ADAC und Stiftung Warentest untersuchte Modell mit 540 Euro gehandelt, nur wenige Modelle kosteten weniger als 200 Euro und lediglich ein Modell lag unter 100 Euro.

Zum ersten Mal wurde auch ein sogenannter i-Size-Sitz getestet, der nach der neuen europäischen Verordnung (EU-Norm ECE-R129) zugelassen wurde. Der Maxi Cosi „2way Pearl & 2way Fix“ erhielt das Testurteil „gut“.

Seit Juli 2013 ist für i-Size-Sitze die Verwendung von Isofix, zusätzlicher Seitenaufprallschutz und das rückwärtsgerichtete Fahren bis 15 Monaten Vorschrift. Sie ersetzen jedoch nicht die aktuelle Norm ECE-R 44-04, die weiterhin ihre Gültigkeit behält. Für Eltern, die bereits einen Kindersitz haben, ändert sich durch die neue Regelung demnach nichts. Die bereits vorhandenen Sitze dürfen weiter verwendet werden.

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