Kraftstoffsparende Autotechnik
Neuer Schwung an Volvos Achsen

Ab Herbst testet der schwedische Autobauer einen neuen Schwungradspeicher. Mit der Technik soll ein Vierzylindermotor die Leistung eines Sechszylinders erreichen – bei einer gleichzeitigen Kraftstoffersparnis.
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DüsseldorfGemeinsam mit dem Wälzlagerhersteller SKF entwickelt Volvo ein ganzheitliches System für die Rückgewinnung der Bremsenergie. Das System hat laut Firmenangaben ein Kraftstoffeinsparpotenzial von bis zu 20 Prozent bei gleichzeitiger Leistungssteigerung von 80 PS. Das System funktioniert so: Während des Bremsvorgangs erzeugt das Schwungrad bis zu 60.000 Umdrehungen in der Minute. Sobald der Fahrer bremst, schaltet sich der Motor automatisch ab. Beim Anfahren wird die gewonnene Bremsenergie vom Schwungradspeicher über einen Transformator an das Hinterrad übertragen. Die Schwungradenergie kann dann für die Beschleunigung beim Anfahren und zur Unterstützung des normalen Fahrbetriebs genutzt werden.

Mehrere Hersteller haben ähnliche Konzepte erprobt. Porsche nutzt bereits ein Schwungrad, um im 911 GT3 R Hybrid die Akkus wieder aufzuladen. Die gespeicherte Bremsenergie wird in diesem Wagen nicht direkt auf eine Achse übertragen, sondern in Strom für den kombinierten Elektro-Benzin-Antrieb umgewandelt.

Allerdings verbindet bisher kein anderer Konzern das an der Hinterachse wirkende System mit einem Frontantrieb. Zudem werden in der Regel Schwungräder aus Stahl verbaut, was ineffektiv und teuer ist. Volvo fertigt das neue System, das in wenigen Jahren serienreif sein soll, aus Kohlefaser. Das Schwungradsystem wiegt nur sechs Kilogramm und ist mit 20 Zentimetern Durchmesser sehr kompakt. Volvo äußerte sich noch nicht dazu, wann genau die Technik in Serie gehen könnte.

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