Kraftstoffverbrauch
Autos werden zu Sparbüchsen

Motor abstimmen, Aerodynamik verbessern, Rollwiderstand minimieren: Etwas Feinschliff genügt, und schon werden aus normalen Serienautos Sparbüchsen. Wie Autobauer mit den simpelsten Tricks den Benzinverbrauch und CO2-Ausstoß ihrer Modelle reduzieren.

BERLIN. Beispiel VW: Den Wolfsburgern ist es gelungen, durch eine optimierte Motorabstimmung, Verbesserungen bei der Aerodynamik und die Minimierung des Rollwiderstands den Spritverbrauch und CO2-Ausstoß bei ihren so genannten Bluemotion-Modellen deutlich zu reduzieren. Nach dem Polo, der bereits seit Sommer vergangenen Jahres in der Sparversion auf dem Markt ist, gibt es nun auch den Bluemotion-Passat. Und auf der IAA wird erstmals der Golf mit der Sprit sparenden Technik zu sehen sein.

Die Bemühungen beim Einsparen von Energie seien keine kurzfristige Flickarbeit im Zuge der erhitzen Klimadiskussion, sagt VW-Technik-Sprecher Hans-Georg Kusznir und verweist auf den ersten Bluemotion-Polo, der bereits auf dem Genfer Automobilsalon im März 2006 vorgestellt worden ist. Seitdem sei die Technik kontinuierlich weiterentwickelt und auf die anderen Modelle übertragen worden.

Beeindruckend ist der Spritspareffekt vor allem bei dem wuchtigen, fast fünf Meter langen, Familienkombi: Der Passat Variant mit 1,9 Litern und 105 PS fährt nicht nur dank verbesserter Aerodynamik einen Tick schneller – 193 Stundekilometer statt 190 – , er verbraucht vor allem nur 5,2 Liter Sprit. „Damit sinkt der CO2-Ausstoß von 151 Gramm pro Kilometer beim Serienmodell auf 136 Gramm“, sagt Kusznir.

Es ist den VW-Techniker sogar gelungen, den Kraftstoffverbrauch für den Polo weiter zu verringern. Der aktuelle Bluemotion-Polo verbraucht mit 3,8 Liter Diesel – vorher 3,9 Liter – noch etwas weniger und stößt mit 99 Gramm pro Kilometer – vorher: 102 Gramm – zudem weniger Kohlendioxid aus. Kusznir: „Möglich wurde dies durch eine weitere Verbesserung bei der Motorabstimmung, die bei hohem Drehmoment eine lange Getriebeübersetzung erlaubt.“

Die Wolfsburger haben offensichtlich aus dem Flop mit dem 3-Liter-Lupo gelernt. Die Bluemotion-Version ist nur wenig teurer, bietet aber mehr Ausstattung. Kusznir: „Der Lupo war ein techniklastiges, mit vielen Innovationen ausgestattetes Auto.“ Und damit schlicht zu teuer. Der Knauser-Polo dagegen läuft so gut, dass die Produktion im spanischen Werk Pamplona verdreifacht werden musste.

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