Kraftvoller Amerikaner aus Korea ab 18 640 Euro
Chevrolet Lacetti: Erstmals mit Dieselmotor

Der Begriff „Lacetti“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie kraftvoll, muskulös und energisch. Nicht unbedingt die Attribute, die man von einem Wagen der Kompaktklasse erwartet.

dpa-infocom HAAR. Die Vorteile moderner Dieselmotoren sind unbestritten: viel Kraft bereits aus dem Drehzahlkeller, hohe Wirtschaftlichkeit durch niedrigen Verbrauch und günstige Kraftstoffpreise sowie ein höherer Wiederverkaufswert. Um die Verbreitung auf dem europäischen Markt zu steigern, nimmt Chevrolet jetzt auch Dieselmotoren ins Programm. Nach dem SUV Captiva und der Mittelklasselimousine Epica wird nun das Kompaktmodell Lacetti von einem Selbstzünder angetrieben.

Zum Einsatz kommt ein Common-Rail-Motor mit einem Hubraum von 1991 Kubikzentimetern. Es handelt sich um dasselbe Dieselaggregat wie in den Modellen Captiva und Epica, hier leistet es 150, im Lacetti 121 PS. Die genügen, um den kleinen Chevy in ordentlichen 9,8 Sekunden auf Tempo 100 zu beschleunigen. Bei 186 km/h hört die Tachonadel auf, sich weiter im Uhrzeigersinn zu drehen. Eher dieseluntypisch ist der Geräuschpegel im Innenraum. Der hält sich angenehm in Grenzen und höchstens nach einem Kaltstart ist das signifikante Nageln unter der Motorhaube zu vernehmen

Auch das Fahrwerk verrichtet seine Arbeit, ohne unangenehm aufzufallen. Fahrbahnunebenheiten und kleinere Schläge steckt die Federung locker weg. Kleinere Lenkeinschläge werden von der sehr gutmütigen Lenkung nur verzögert umgesetzt.

Plastik im Interieur

Der Innenraum mit Plastikverkleidung kann seine koreanisch- amerikanische Herkunft nicht leugnen. Dafür kommen dem Lacetti bei der Bestuhlung seine amerikanischen Gene zugute. Die serienmäßigen Sitze mit Deluxe-Polsterung erinnern an den Komfort von höherpreisigen Fahrzeugen. Der Kofferraum fällt mit 275 Litern verhältnismäßig klein aus.

Die Top-Ausstattung CDX beinhaltet ohne Aufpreis unter anderem 15- Zoll-Leichtmetallfelgen, einen Tempomat, vier Airbags, Nebelscheinwerfer, eine elektronisch gesteuerte Klimaanlage und ein Kassettenradio mit CD-Wechsler. Optionen wie ein 4-Stufen- Automatikgetriebe, eine Metallic-Lackierung und ein Glasschiebedach sind gegen Aufpreis erhältlich.

Ab 18 640 Euro

Durch den kostengünstigen Produktionsstandort in Korea ist die General-Motors-Tochter Chevrolet, die früher unter der Marke Daewoo lief, in der Lage, ordentlich an der Preisschraube zu drehen. So kostet der ausschließlich als Fünftürer erhältliche Diesel-Lacetti als Einstiegsmodell SX 18 640 Euro und die Topvariante CDX ist für 19 940 Euro zu haben.

Fazit: Kraftvoller Amerikaner aus Korea

2006 wurden vom Chevrolet Lacetti etwa 1 400 Exemplare in Deutschland angemeldet. Mit dem neuen Dieselmotor von Chevrolet könnte sich diese Zahl verbessern. Das 121-PS-Aggregat verrichtet seine Arbeit tadellos und fällt in der Praxis als durchzugsstarker und mit 6,6 Litern im kombinierten Verbrauch dennoch sparsamer Motor auf.

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