Leider sind die Autobahnen meist zu voll
Schwäbische Flugstunde im Cayman S

Michael Garvens, Hobbypilot und Chef des Köln/Bonner Flughafens, hebt ab, nachdem er seine 1,85 Meter in die Kanzel des Cayman S gezwängt hat. Das Urteil des langjährigen 911er-Fans, der seit fast 30 Jahren einen Pilotenschein: „Mehr Porsche braucht keiner.“

Schon als ich neun Jahre alt war, habe ich vom Porsche 911 geträumt. Der Vater eines Freundes besaß einen, und es war für uns das Größte, darin mitzufahren. Leider habe ich mir den Traum bisher nicht erfüllen können: Als ich jünger war, hatte ich nicht genug Geld. Wer mit über 40 Porsche fährt, ist eben entweder Single, kinderlos oder kann sich einen Drittwagen leisten. Aufgrund des tollen Fahrerlebnisses mit dem Cayman könnte ich mir jetzt durchaus vorstellen, mir diesen Traum zu erfüllen.

Die Fliegerei ist aber ein guter Ersatz: Die Rockwell-Propeller-Maschine, mit der ich hin und wieder fliege, hat ja immerhin 260 PS. Das ist zwar weniger, als der Cayman S hat. Dafür fliegt sie aber mit 270 km/h fast genauso schnell. Piloten sind oft die besseren Autofahrer, weil sie lernen, keine unnötigen Risiken einzugehen. Genauso fahre ich Auto: sportlich, aber auf Sicherheit bedacht – und seit 30 Jahren unfallfrei.

Wenn ich mich mit meinen 1,85 Metern in die Kanzel des Cayman S gezwängt habe, fühle ich mich fast wie im Cockpit. Der Porsche hat Carbon-Bremsen wie ein Flugzeug, in der Mitte des Armaturenbretts ist eine Stoppuhr angebracht. Und die Beschleunigung ist herrlich. Die Rockwell drückt einen nicht so kräftig in den Sitz – der Porsche ähnelt eher einem Düsenjet. Der Heckmotor bläst einen förmlich über die Straße.“

Michael Garvens hat seit fast 30 Jahren einen Pilotenschein, und seit 2002 steht das passende Gerät praktisch direkt vor seinem Bürofenster. Damals trat Garvens als kaufmännischer Geschäftsführer der Flughafen Köln/Bonn GmbH im Kölner Stadtteil Wahn an. Der ehemalige Regierungsflughafen stand kurz vor der Insolvenz, mit Glück und Geschick machte Garvens ihn zur größten Drehscheibe der Billigflieger in Europa. 2006 starteten und landeten hier mehr als 9,9 Millionen Passagiere, 2007 sollen es schon zehn Millionen sein. In seiner Freizeit leiht sich Garvens eine Rockwell Commander aus und fliegt mit seiner Familie übers Wochenende nach Juist oder Sylt.

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