Leises Anrollen mit stufenlos variablem Getriebe
Lexus GS 450h: Jetzt werden Hybridautos richtig schnell

Nicht weniger als 250 km/h schafft das neue Hybridfahrzeug Lexus GS 450h, also genauso viel wie bei schnellen Limousinen üblich. Wer Hybridfahrzeuge bisher für reine Spritsparer mit enttäuschenden Fahrleistungen hielt, muss spätestens jetzt umdenken.

dpa-infocom HAMBURG. Der 3,5-Liter-Sechszylinder bringt es zusammen mit einem Elektroaggregat auf 345 PS. Realisierbar macht dies das Einspritzsystem D-4S. Bei hoher Last ermöglicht eine Benzin- Direkteinspritzung eine höhere Verdichtung und damit eine höhere Leistung. Bei geringer Last erreichen Direkteinspritzer keine optimale Gemischbildung. Deshalb wird dann sowohl ins Saugrohr als auch direkt in den Zylinder eingespritzt.

An den längs eingebauten Ottomotor schließt sich die Hybrideinheit an. Der erste Teil besteht aus dem Generator, der mechanische Motorenergie in elektrische Energie für die Nickel-Metallhydrid- Batterie umwandelt. Es folgt eine Verzweigung, die die Leistung je nach Bedarf mehr an die Antriebsräder oder an den Generator leitet. Dann schließt sich der Elektromotor an und schließlich noch eine Untersetzung. Letztere ist zweistufig ausgelegt, das heißt, bei niedrigem Tempo ist sie kürzer, bei hohem länger. Diesem Detail ist es zu verdanken, dass die Höchstgeschwindigkeit auf 250 km/h stieg.

Der heckgetriebene GS 450h wird über einen Knopf gestartet, bleibt dabei aber mucksmäuschenstill. Denn bis zu 60 km/h kann man alleine mit dem E-Motor fahren, jedoch maximal zwei Kilometer weit - dann muss die Batterie wieder geladen werden. In der Praxis schaltet sich der Ottomotor schon beim behutsamem Gasgeben zu. Trotz sportlicher Fahrleistungen - der Lexus braucht für den Tempo-100-Sprint nur 5,9 Sekunden - bleiben die Insassen akustisch unbelästigt, wie es sich für eine Reiselimousine gehört.

Stufenlos variables Getriebe

Der Lexus fährt sich wie ein konventionelles Automatikmodell, denn die Hybrideinheit übernimmt auch die Funktion eines stufenlos- variablen Getriebes. Im Sportmodus kann man manuell zwischen sechs virtuellen Schaltstufen wählen. Außerdem lassen sich die Stoßdämpfer elektrisch einstellen. Im Normalmodus fühlt sich das Auto zuweilen schwammig an, die sportliche Abstimmung ist empfehlenswerter. Die Schraubenfedern sind jedoch in jedem Fall hart. Gerade in der Domäne einer Limousine, der schnellen Autobahnfahrt, sind die Stöße unangenehm.

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