Lexus GS
Der sanfte Sportler

Seit 1991 tritt Lexus mit dem GS gegen A6, E-Klasse und 5er an, in Deutschland stets mit bescheidenem Erfolg. Die vierte GS-Generation trumpft nun mit geschärfter Technik und emanzipiertem Design auf.
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Kitzbühl/ÖsterreichDie Businessclass der gehobenen Limousinen ist für jeden Premiumhersteller das Mekka in puncto Prestige und Gewinn. Der GS markierte 1991 den zweiten Schritt in der Strategie von Toyota, mit Lexus eine vollkommen neue Marke im Premiumbereich zu etablieren. Nach dem sensationellen Erfolg der Oberklasse-Limousine LS, die 1989 Lexus als Marke begründet hatte, leistete der GS Aufbauarbeit für eine komplette Modellfamilie.

Während sich der GS in den USA und in Japan stets auf Augenhöhe mit dem etablierten Wettbewerb durch Audi, BMW und Mercedes messen konnte, reichte es für den GS in Europa und speziell im Heimatland der deutschen Premiummarken allenfalls zu Achtungserfolgen. Beachtung fand vor allem der 2005 eingeführte Hybridantrieb, mit dem der GS endlich eine technische Alleinstellung reklamieren konnte. Ab Mitte Juni bringt Lexus nun die komplett neu entwickelte vierte Generation der Limousine in den Handel.

Die Designer haben beim neuen GS einen guten Job gemacht. Der unverändert 4,85 Meter lange Viertürer hat dank einem zweigeteilten, trapezförmigen Kühlergrill in Verbindung mit den etwas höher angeordneten Scheinwerfereinheiten und den pfeilspitzenförmigen LED-Tagfahrleuchten eine markante, unverwechselbare Front erhalten. Die nach hinten ansteigende Schulterlinie und die ausgestellten Radhäuser prägen die Seitenlinie.

Gestaltung, Materialmix und Verarbeitung im Innenraum heben den GS locker auf das Level der deutschen Wettbewerbern. Lederpolster und vielfache elektrische Einstellmöglichkeiten für die Vordersitze sind obligatorisch. In der Armaturentafel dominiert das 12,3-Zoll große Multiinformationsdisplay, dessen Darstellung der unterschiedlichsten Funktionen vom Navi bis zur Antriebsteuerung des Hybrids der Fahrer über einen Joystick dirigiert. Der Vorteil der schieren Größe: Auf dem Farbmonitor lassen sich Informationen aus zwei verschiedenen Bereichen zugleich anzeigen. Beim neuesten GS haben die Techniker zudem eine der entscheidenden Schwächen des Vorgängers beseitigt. Das Gepäckabteil fasst nun beim GS 450h reisetaugliche 482 Liter. Das sind gegenüber dem Vorgänger 51 Prozent mehr. Der GS 250 nimmt 561 Liter Gepäck an Bord.

Beim Antrieb stehen zwei Alternativen zur Auswahl: Der GS 250 ab 42 500 Euro verfügt über einen neuen V6-Benzindirekteinspritzer mit 2,5 Liter Hubraum und 154 kW/209 PS. Das Herzstück der Baureihe bildet zu Preisen ab 54 750 Euro der Vollhybrid GS 450h. Sein Antrieb verbindet einen 3,5-Liter-V6-Benzinmotor mit 213 kW/290 PS mit einem wassergekühlten Elektromotor und einer Nickel-Metallhydrid-Batterie mit 31 kW/55 PS, was sich zu einer Systemleistung von 254 kW/345 PS addiert. Der Normverbrauch attestiert dem GS 450h 5,9 Liter pro 100 Kilometer. Das entspricht einer Verbrauchssenkung von 22 Prozent gegenüber dem Vorgänger.

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