Lexus IS 250
Ein großer Leisten

Der Hamburger Schuh-Unternehmer Friedrich Görtz probiert den Lexus IS 250. Beim Autokauf will er Patriot bleiben, daran ändert auch der gute Eindruck des Edel-Japaners nichts. Obwohl Aussehen und Ausstattung stimmen, kommt ihm der Wagen nicht in den Fuhrpark.

Zum Glück hat der neue Lexus eine Automatik. Sonst hätte ich die Fahrt wegen meines gebrochenen Fußes absagen müssen. Ich hatte einen kleinen Unfall auf der Treppe und trage jetzt eine Schiene am linken Bein. Kollegen fragen mich schon, ob das die neue Schuhmode sei.

Eigentlich bin ich ein Fan von Handschaltungen, und auch bei meinem Porsche 911 nutze ich für Autobahnfahrten oder auf kurvenreichen Strecken meistens die Schaltwippen am Lenkrad. Ich entscheide gerne selbst, wann ich den Gang wechsele, und mag dieses Kick-down-Gefühl bei Automatikgetrieben nicht. Deshalb finde ich es auch beim IS 250 etwas störend, wenn der Wagen im manuellen Sportmodus von selbst runterschaltet. Aber ich muss sagen: Die Beschleunigung ist für ein Auto dieser Größe ordentlich, und die 208 PS können sich sehen lassen.

Mit dem Lexus kann man getrost in den Urlaub fahren. Der Wagen liegt schwer auf der Straße, fährt angenehm ruhig, und von der Geschwindigkeit bekommt man nicht viel mit. Das kann allerdings auch gefährlich sein: Ich musste schon einmal den Führerschein für drei Monate abgeben, weil ich mich auf der Fahrt von Lübeck nach Hamburg angeregt unterhalten und das Tempo unterschätzt hatte. Zum Leidwesen meiner Mitmenschen fahre ich nun mal gerne schnell.“

Friedrich Görtz ist der Urenkel des Firmengründers und leitet zusammen mit seinem elf Jahre älteren Bruder die 200 Schuhgeschäfte der Görtz GmbH. Nach seiner Ausbildung hat der 61-Jährige Erfahrung im Ausland gesammelt. Er arbeitete als Einkäufer in Florenz, unterstützte eine Schuhproduktion im französischen Bordeaux und machte Station in der größten Schuhfabrik Südafrikas. Görtz hat mehrere Marathonläufe in Berlin, New York und Hamburg hinter sich und kam immer wieder einmal mit Joggingschuhen ins Büro in der Hamburger Innenstadt, um nach Feierabend die etwa 18 Kilometer lange Strecke nach Hause zu laufen. Mittlerweile hat er seine Liebe fürs Radfahren entdeckt – weil es die Gelenke schont und „man auf Radtouren mehr zu sehen bekommt als beim Joggen“.

In den vergangenen fünf Jahren startete er mit dem NDR-Team bei den Cyclassics in Hamburg. Diesen Sommer ist der Familienvater mit seiner Frau aus dem Hamburger Stadtteil Rissen ins benachbarte Blankenese gezogen. Beim Hausbau ist ihm auf der Außentreppe ein Ausrutscher passiert, weswegen er die 100 Kilometer lange Radrundfahrt durch die Hansestadt absagen musste.

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