Limousine für Staatsoberhäupter
C6: Der französische Götterbote

Vor 50 Jahren revolutionierte ein Citroën die Ansicht darüber, wie eine Limousine auszusehen hat. Jetzt versuchen die Franzosen dies erneut.

FRANKFURT. Vielleicht ist es ein Zufall, vielleicht aber ist das Timing besonders geschickt. Die französische Automarke Citroën macht sich das beste Geschenk zum 50. Jubiläum ihrer Ikone DS gleich selbst: mit der neuen Limousine C6. Denn endlich wieder rollt ein großer Citroën heran, der ähnlich avantgardistisch veranlagt ist wie es die legendäre „Déesse“ einst war.

Die Autoskulptur, die beim Pariser Salon im Herbst des Jahres 1955 enthüllt wurde, hatte der Bildhauer Flaminio Bertoni geformt; ein stromlinienförmiges Gefährt, dessen hintere Blinker im Dach saßen, das mit einem einspeichigen Lenkrad gesteuert wurde und das dank hydropneumatischer Federung über die Straßen wogte wie eine Wolke. DS lautete der nüchterne Name des futuristischen Autos, gesprochen „Déesse“ – das heißt auf Französisch „Göttin“. Damit war alles Wesentliche zu diesem Fahrzeug gesagt.

20 Jahre wurde der Citroën DS gebaut und insgesamt rund 1,5 Millionen Exemplare produziert. Alle großen Limousinen, die danach kamen, mussten sich an diesem Modell messen lassen. So sehr die Citroën-Designer sich auch mühten: Eine solche Form floss ihnen nicht mehr aus der Zeichenfeder. Nun allerdings fährt ein Auto vor, das zumindest in die Rolle des Götterboten schlüpfen könnte. Der Citroën C6 ist zwar technisch konventionell geraten, doch setzt er erstaunliche Akzente in der Optik. Lange gab es keine so elegant und zugleich modern gestaltete große Limousine mehr.

Kurvenreich und geräumig

Die gestreckte Frontpartie mit den mächtigen Scheinwerfern, die schwungvoll-leichte Silhouette und das flüssig gestaltete Heck formulieren eine neue Formensprache im üblichen Kauderwelsch der gehobenen Mittelklasse. 4,91 Meter ist der Citroën C6 lang, und in Verbindung mit dem Radstand von 2,90 Meter ergibt sich so ein weitläufiger Innenraum, der den Passagieren auf allen Plätzen eine maximale Bewegungsfreiheit einräumt. Eher knapp geht es im Kofferraum zu. 421 Liter fasst die Gepäcktruhe im Heck – die Mercedes E-Klasse ist mit 540 Liter Volumen wesentlich ladefreundlicher.

DS-Fahrer sprachen früher von einem Fahrgefühl, als würde man schweben. C6-Fahrer werden künftig ähnliches berichten. Das hydroaktive Fahrwerk trägt die Insassen wie in einem Luftkissenboot über den Asphalt.

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