Luxus-BMW überarbeitet
BMW 750i: Mehr als ein Facelift

Nach dreieinhalb Jahren Bauzeit hat BMW den Siebener aufgefrischt. Trotz vieler Diskussionen über das Design ist das Auto ein Erfolg geworden - 160 000 verkaufte Einheiten bedeuten acht Prozent mehr als beim Vorgänger im Vergleichszeitraum.

dpa-infocom HAAR. Schick, elegant und sportlich ist der neue Siebener. Erreicht haben das die Designer mit wenigen intelligenten Kniffen: Der Nierengrill wurde größer und steht steiler. Die Motorhaube setzt zwei Zentimeter höher an der Windschutzscheibe an. Der Powerdome (die ausgeprägte Kante auf beiden Seiten der Motorhaube) wurde stärker konturiert. Die Scheinwerfer laufen jetzt nach innen spitz zu. Seitlich wirkt der große BMW durch die so genannte Lichtkante gestreckter, die unten in den Türen verläuft. Doch das Meisterstück gelang den Designern am Heck: Obwohl die Motorhaube drei Millimeter in die Höhe wuchs, wirkt sie weniger wuchtig als bisher. Dafür sorgen ein kleiner Spoiler, geänderte Rückleuchten und eine Chromleiste, die zwischen diesen verläuft. Und dass die hintere Spur rechts und links um je sieben Millimeter verbreitert wurde, kann man deshalb gut sehen, weil die Außenseiten der Stoßfänger nach innen abgeschrägt verlaufen.

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Der luxuriöse Innenraum des Siebener ist weiter verfeinert worden. Neu sind edle Holzdekorflächen aus "amerikanischem Nussbaum". Auch der idrive-Controller, der zentrale Bedienknopf in der Mittelkonsole, wurde überarbeitet: Er ist neu geformt, massiver und oben mit Leder überzogen. Ein Sportlenkrad, dessen Durchmesser einen Zentimeter kleiner ist, wird in Verbindung mit dem Sportpaket eingebaut, es ist aber auch separat erhältlich und sehr zu empfehlen. Wir freuen uns über die superbequemen Komfortsitze mit Massagefunktion. Für unsere Testfahrt über kurvige Landstraßen stellen wir die Seitenwangen ganz eng. So wird der Oberkörper bei schneller Kurvenhatz im Sitz festgehalten. Dahinter finden die Passagiere üppig viel Platz vor, obwohl es sich bei unserem Exemplar um die 5,04 Meter lange "Kurzversion" handelt.

Leicht zu bedienen: idrive

Das Armaturenbrett wirkt sehr aufgeräumt, das resultiert aus dem idrive-Drehknopf in der Mittelkonsole, mit dem die meisten Fahrzeugfunktionen bedient werden. Die Überarbeitung des idrives hat uns besonders gut gefallen: So wurde nicht nur die Menüführung im Control Display optimiert, auch die Darstellung der Haupt- und Untermenüs ist übersichtlicher geworden. Audioquelle und Radiofrequenzband können jetzt mit zwei Knöpfen in der Mittelkonsole direkt angewählt werden. Nach kurzer Eingewöhnungszeit kommt man mit dem idrive-System hervorragend zurecht.

Die beiden Achtzylinder-Benziner, die weltweit in 60 Prozent der verkauften Siebener arbeiten, sind deutlich erstarkt. Der 4,8-Liter- Motor unseres 750i ersetzt die bisherige 4,4-Liter-Maschine des 745i. Beide V8-Benziner - also auch der 740i, der den bisherigen 735i ersetzt - sind mit Valvetronic und Doppelvanos grundlegend überarbeitet worden. Die Leistung des 750i stieg von 333 auf 367 PS, das maximale Drehmoment von 450 auf 490 Newtonmeter bei 3 400 U/min. Damit sprintet unser Siebener in 5,9 Sekunden von null auf hundert km/h. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt abgeregelte 250 km/h.

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