Maroc-Classic-Rallye
Wüste Tour

Diese Rallye ist ein schöner Spielplatz für Oldtimerfreunde, die nicht allzu sehr an ihrem Auto hängen: In Casablanca sind 70 Oldtimerliebhaber aus aller Welt zur „Maroc Classic“ angetreten, ein Ziel immer vor Augen: die Siegerehrung in Marrakesch, der marokkanischen Metropole, die schon lange Europäer und Amerikaner in ihren Bann zieht.

DÜSSELDORF. Das Paris der Sahara. So hat Winston Churchill Marrakesch genannt. Und die marokkanische Metropole zieht mit ihrem Adernetz von Gassen und der afrikanischen Duftnote schon seit langem Europäer und Amerikaner in ihren Bann. Arndt von Bohlen und Halbach etwa hatte eine Villa in der Kasbah und war begeisterter Fan der Menargärten, 100 Hektar opulentes Grün mit dem schneebedeckten Hohen Atlas als Kulisse. Hollywood entdeckte die Stadt als Drehort, und in den Souks oder im Viertel Palmerai kann man Madonna, Lauren Hutton, Mick Jagger oder „Brangelina“ in die Arme laufen.

Oder Oldtimerliebhabern aus aller Welt. Sie sind am 18. März in Casablanca zur Rallye „Maroc Classic“ angetreten, ein Ziel immer vor Augen: die Siegerehrung in Marrakesch. Es sind echte Schätze unter den über 70 angemeldeten Wagen, Traumautos, die Aficionados Stoßseufzer entlocken. Und für Gänsehaut sorgen, denn die Schätze auf Pneus rackern in einer Woche 2 130 Kilometer durch Marokkko – ein Land, das nicht für sein perfektes Autobahnnetz bekannt ist. Als Old- bis Newtimer-Fan wird einem schwummerig bei dem Gedanken an einen Ferrari 250 GTO, einen Jaguar Typ C oder einen Austin Healy Mk III, der quer durch die Wüste und einmal über das Atlas-Gebirge bis zum Zielpunkt nach Marrakesch geheizt wird. Geheizt nicht wegen absurder Geschwindigkeiten, die für die Wagen fatal wären, sondern wegen der enormen Temperaturschwankungen. Im Etappenziel Ouarzazate, dem Tor zur Sahara, sind im Sommer 45 Grad möglich, aber auch Ende März kann es 30 Grad warm werden – und nachts frostig kühl.

Trotzdem ist es eine luxuriöse Landpartie mit Fünf-Sterne-Stopps, Gourmet-Picknick am Straßenrand und einem Gepäckservice, der die Equipage zur Nachtruhe pünktlich anliefert.

Seien wir ehrlich, wer nicht gerade einen Zweit- oder Dritt-Oldtimer besitzt, lässt die Preziose lieber in der Garage, fliegt stattdessen zum Ziel nach Marrakesch und bewundert die anderen Harakiri-Piloten. Und nachts überlassen Sie die so angesagten, aber engen und düsteren Herrenhäuser, die Riads, den Trendhörigen. Brechen Sie stattdessen auf ins Ksar Char-Bagh Hotel. Das liegt rund zehn Kilometer vor den Toren der Stadt. Und die Fahrt dorthin kann man zu einer kleinen privaten Oldtimer-Rallye mit Chauffeur nutzen – in einem alten englischen Taxi, das zur Hotelflotte gehört.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%