Maseratti Quattroporte
Hohe Kunst der Schönheit

Pleon-Chef Timo Sieg kutschiert den Maserati Quattroporte - und macht sich Gedanken über Sendungsbewusstsein.

HB DÜSSELDORF. Für einen Moment vergisst Timo Sieg seine Arbeit, nachdem die schwere Fahrertür neben ihm ins Schloss gefallen ist. Andächtig streicht er über das Lenkrad mit dem Dreizack in der Mitte. Sein Blick gleitet über das ausladende Armaturenbrett und das dunkle Leder im Innern des Maserati Quattroporte („Vier Türen“). „Was für ein Auto“, haucht der 40-Jährige.

Als der Europa-Chef der Kommunikations-Agentur Pleon sanft den Zündschlüssel dreht und der Motor mit sonorem Brummen startet, gewinnt das Geschäft wieder die Oberhand über Siegs Gedanken. „Wer für solche Autos PR macht, hat es einfach“, sagt er neidisch über die Bedeutung dieses Wagens für seine Profession. „Da muss man bei Kunden keine Emotionen mehr wecken - die sind längst da.“

Das Auto, das Timo Sieg heute für das Handelsblatt Weekend Journal testet, löst in der Tat besondere Gefühle aus. Denn Maserati hat seinen Viertürer Quattroporte noch einmal ordentlich aufgemotzt. Herausgekommen ist der Quattroporte Sport GT, der besonders die sportliche Seite des Modells betonen soll, das der Hersteller als Mischung aus Limousine und Sportwagen anpreist.

Flinkes Getriebe ist gewöhnungsbedürftig

Äußerlich ist es vom alten Quattroporte kaum zu unterscheiden: Die Karosserie wirkt bullig und dynamisch zugleich. Größter Hingucker bleibt der ovale Kühlergrill mit dem Maschengitter. Mehr getan hat sich unter der Motorhaube: Maserati hat dem Automatikgetriebe die Sporen gegeben, es legt jetzt schneller einen neuen Gang ein.

Und wie beim Grundmodell katapultieren 400 PS den Wagen in 5,2 Sekunden von null auf hundert - Höchstgeschwindigkeit 275 km/h. An das flinke Getriebe muss sich Sieg erst gewöhnen. Kaum hat er den Parkplatz vor seinem Büro in der Düsseldorfer Innenstadt verlassen und ist auf die Königsallee eingebogen, will er vor einer Ampel einen kleinen Zwischenspurt einlegen: Als er das Gaspedal heruntertritt, bockt der Wagen einen Moment, bevor er kraftvoll beschleunigt.

Doch Sieg hat sich jedes Meckern selbst verboten: „An einem solchen Wagen kritisiert man nicht herum, den genießt man nur.“ Zumal es Sieg auch in seiner Freizeit sportlich mag, wenn auch wesentlich bodenständiger als im Maserati. Zu Hause hat er einen 911er Porsche Targa in der Garage, mit dem er gern am Wochenende über die Landstraßen rund um Düsseldorf kurvt. „Das bedeutet für mich totale Entspannung, weil ich dann an nichts anderes denke als an das Fahren.“

Seite 1:

Hohe Kunst der Schönheit

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%