Test + Technik
Mazda 323 unauffällig in jeder Hinsicht

Das vorrangige Merkmal des Mazda 323 ist seine Unauffälligkeit. Das gilt zum einen für das unspektakuläre Design. Vorteilhaft unauffällig ist der Mazda aber auch bei den Mängeln, urteilt die Sachverständigen-Organisation Dekra in Stuttgart.
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dpa/gms STUTTGART. Wer einen gebrauchten 323 aufmerksam anschaut, kann deshalb bei einem Kauf nicht viel falsch machen. Die 323 auf dem heutigen Gebrauchtwagenmarkt gehören in der Regel zu den ab 1994 gebauten Serien. Unter diesen Modellen gibt es einige Ausreißer aus dem ansonsten so unauffälligen Erscheinungsbild. So gab es mit dem F-Modell auch eine sportliche Ausführung, zeitweise war sogar ein Sechszylinder-Motor erhältlich. 1998 folgte die nächste Generation, die sich solche Extravaganzen nicht leistete. Je nach Baujahr gibt es den 323 als Dreitürer, Fünftürer mit Steilheck, als Stufenhecklimousine oder Kombi.

Grundsätzlich gelten alle Versionen laut Dekra als solide Autos. Bei den ab 1994 gebauten 323 sind aber Airbags und ABS nicht immer an Bord. Die Modelle ab 1998 sind dagegen mit vier Airbags und ABS auf der Höhe der Zeit. Als Vorzüge werden das gute Raumangebot im Innenraum und ein sicheres Fahrverhalten genannt, kritisiert werden teils Schwächen der Federung und des Sitzkomforts.

Bei den Motorvarianten der 2003 vom Mazda drei abgelösten Baureihe herrscht Vielfalt. Für japanische Autos dieser Klasse ungewöhnlich ist die Tatsache, dass auch Diesel-Aggregate angeboten werden. Die Basis bildet das 1,4-Liter-Modell mit 54 kW/73 PS. Spitzenmodell ist der 2,0-Liter-V6 mit 106 kW/144 PS, den es aber nur bis 1998 gab.

Bei den Hauptuntersuchungen zeigen sich vor allem jüngere Modelle meist fehlerfrei. Nach Angaben der Dekra-Sachverständigen absolvierten 81,7 Prozent der bis zu drei Jahre alten Autos die Durchsicht ohne Mängel. Nur 62,9 der 3er BMW schaffen das. Häufigste Mängel sind in dieser Altersgruppe Defekte an der Beleuchtung. Bei den vier bis fünf Jahre alten Fahrzeugen sorgt dann die Bremsanlage häufiger für Kritik. Sie wird in rund zehn Prozent der Fälle moniert.

Die Preise für gebrauchte Mazda 323 der 1994 eingeführten Baureihe beginnen laut Schwacke-Liste bei 2 250 Euro für ein Fließheck-Modell mit 54 kW/73 PS aus dem Jahr 1994. V6-Modelle aus dem Jahr 1998 werden mit gut 7 300 Euro gehandelt. Und für ein Dieselmodell des Baujahrs 2003 müssen noch 11 900 Euro angelegt werden.

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