Mazda MX5
Zuverlässig ohne Langeweile

Die Zuverlässigkeit japanischer Autos geht meist einher mit einer etwas biederen Anmutung. Fahrspaß und ein originelles Design stehen in Nippon oft nicht weit oben im Lastenheft der Konstrukteure. Dass es auch anders geht, zeigt der Mazda MX5.

dpa/gms STUTTGART. Der Wagen löste bei seinem Erscheinen im Jahr 1990 den lang anhaltenden Cabrio- und Roadster-Boom überhaupt erst aus. Außerdem zeigt der offene Zweisitzer, dass er neben dem Spaß am offenen Fahren auch die Zuverlässigkeit der üblichen Familienmodelle bietet. Denn auch bei den regelmäßigen Hauptuntersuchungen schneidet der MX5 nach Angaben der Sachverständigen-Organisation Dekra in Stuttgart gut ab.

Zu unterscheiden sind beim Mazda MX5 zwei Generationen. Ab 1990 wurde der Roadster in der Urform mit Klappscheinwerfern gebaut. Mit dem Facelift 1998 folgten dann die neu gestaltete Front mit fest installierte Scheinwerfern. Die kratzanfällige Kunststoff-Heckscheibe wurde durch eine Glasscheibe ersetzt. Grundsätzlich stellen auch ältere MX5 keine großen Problemfälle dar. Auch die Mechanik der Klappscheinwerfer gilt laut Dekra als ausgereift. Trotzdem kann es für Gebrauchtwagenkäufer ratsam sein, ihre Funktion zu testen.

Ein weiterer wichtiger Punkt in der MX5-Geschichte ist das Jahr 1995 - damals begann Mazda damit, Airbags für Fahrer und Beifahrer sowie ein ABS serienmäßig einzubauen. Zu den typischen Vorzügen des Mazda zählen laut Dekra seine Verarbeitung, die verwindungssteife Karosserie und das sportliche Fahrverhalten. Auf der anderen Seite muss dafür ein eher kleiner Kofferraum in Kauf genommen werden.

Je nach Baujahr wurde der MX5 mit ein oder zwei Motorisierungen angeboten. Zu Beginn gab es ihn nur mit 85 kW/115 PS, 1994 folgte dann als Ersatz die Version mit 96 kW/131 PS. Ein Jahr später wurde das Angebot um ein Aggregat mit 66 kW/90 PS erweitert. Aktuellere Modelle fahren mit 81 kW/110 PS, 103 kW/140 PS oder 107 kW/146 PS.

Die Hauptuntersuchungen absolvieren 87 Prozent der bis zu drei Jahre alten und 83 Prozent der bis zu fünf Jahre alten Fahrzeuge ohne Mängel. Selbst nach mehr als neun Jahren sind laut Dekra noch 54 Prozent mängelfrei - beim Opel Astra etwa schaffen dies nur 34 Prozent der geprüften Fahrzeuge. Häufigere Beanstandungen beziehen sich auf Defekte an der Beleuchtung oder auch an Rädern und Reifen.

Der Mazda-Roadster gilt als recht wertbeständig. Für einen MX5 mit 85 kW/115 PS aus dem Jahr 1993 sind laut Schwacke-Liste noch etwa 5 150 Euro zu investieren. Ein MX5 1.6i 16V mit 81 kW/110 PS aus dem Jahr 2000 kostet etwa 11 000 Euro. Ein MX5 1.9i 16V Memories mit 107 kW/146 PS aus dem Jahr 2003 wird mit rund 17 000 Euro gehandelt.

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