Mazda2 im Test
Nach oben schielen

Mazda gehört derzeit zu den erfolgreichsten Automarken in Europa. Nun bringen die Japaner einen Kleinwagen mit gehobenenen Ansprüchen auf den Markt, der sich preislich selbstbewusst präsentiert. Geht die Rechnung auf?
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Was genau darf man sich eigentlich unter der Kodo-Designphilosophie vorstellen? Die Mazda-Designer könnten darüber womöglich stundenlang sprechen, während solche Theorie den meisten Kunden schlicht egal sein dürfte. Kurz gesagt: Der Wagen muss seinen potenziellen Käufer einfach auf den ersten Blick anmachen, ihn fesseln und bestenfalls dann nicht mehr loslassen. Der neue Mazda2 hat dieses Potenzial, obwohl er seinem Vorgänger in der Silhouette eigentlich gar nicht so unähnlich sieht. Doch der taufrische Jahrgang überzeugt unter anderem mit markantem Kühlergrill, schneidigen Scheinwerfern und sieht insgesamt einfach noch einmal deutlich besser aus.

Dass der Mazda2 mit einem Basispreis von 12.790 Euro nicht die günstigste Offerte am Markt ist, zeigt, mit welchem Selbstbewusstsein die Japaner den um 14 Zentimeter gewachsenen Kleinwagen positionieren wollen. Möchte der Kunde die 66 kW/90 PS-Version haben oder gar mit 85 kW/115 PS unterwegs sein, werden gar 15.290 bzw. 18.790 Euro fällig. Dieselfans bekommen ab 17.290 Euro einen komplett neu entwickelten Selbstzünder mit 77 kW/105 PS – der unterschreitet mit 89 Gramm CO2/km (3,4 l/100 km) die 100-Gramm-Schwelle.

Für Kurse, mit denen sich auch ein Fahrzeug der Kompaktklasse finanzieren ließe, gibt es allerdings ein sehr erwachsenes Fahrzeug. Das Größenwachstum bezieht sich nicht nur auf die Außenlänge, sondern führt auch zu einem um 8 Zentimeter verlängerten Radstand, von dem insbesondere die Fondpassagiere profitieren. Viel Luft zwischen hinteren Sitzkissen und den vorderen Lehnen erlaubt selbst in der zweiten Reihe vergnügliches Reisen. Und die Sitze mit den straffen, aber kommod wirkenden Polstern machen ebenfalls eine gute Figur.

Mazda-Ingenieur Ayumu Doi nimmt den Mund nicht zu voll, wenn er verspricht, dass sich der kleine Mazda eine Klasse höher anfühlt. Schließlich sollte dem 2er auch eine ordentliche Langstreckentauglichkeit mit auf den Weg gegeben werden. Hierzu wurde nicht zuletzt das Geräuschverhalten optimiert und speziell Vibrationen getilgt, die gerne im Bereich des Bodens und der Sitzschienen auftreten. In der Tat – Vibrationen produziert der Japaner nicht. Und bis etwa 3.000 Touren machen sämtliche Benziner (1,5 Liter Hubraum) einen akustisch zurückhaltenden Eindruck, darüber hinaus werden die Vierzylinder natürlich präsent, alles andere würde jedoch auch verwundern.

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