McLaren-Scheibenwischer
Ultraschall statt Gummilippe

Supersportwagen sollen möglichst windschnittig sein. Selbst kleine Hindernisse wie Scheibenwischer stören da den Luftfluss nur. McLaren will sie daher abschaffen.
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Rund 110 Jahre nach seiner Erfindung könnte dem Scheibenwischer nun sein letztes Stündlein schlagen. Der britische Hersteller McLaren plant, die gummibewehrten Reinigungsarme abzuschaffen, weil sie die Aerodynamik seiner Sportwagen stören. Stattdessen soll die Windschutzscheibe künftig durch Ultraschall in Schwingung versetzt werden, wodurch sie eine Art Schutzschild aufbauen würde, der Wasser und Schmutz über das Fahrzeugdach ableitet, wie die englische „Sunday Times“ berichtet. Ein ähnliches System kommt bereits bei Kampfjets zum Einsatz.

Die Sportwagen der Briten könnten sich dadurch nicht nur den einteiligen Wischer sparen und dadurch den Windwiderstand reduzieren. Zusätzlich würden Antriebsmotor und Wassertank überflüssig werden, wodurch sich das Gewicht senken ließe. Die Verbrauchseinsparungen und die Verbesserungen der Fahrleistungen wären wohl minimal – im Supersportgeschäft geht es aber oft um Milliliter und Zehntelsekunden.

Das System könnte in zwei Jahren serienreif sein. Ob es aber auch eingesetzt wird, hängt nicht zuletzt von den Behörden ab. Bislang sind konventionelle Wischer vorgeschrieben. Ungelöst ist auch noch ein anderes Problem – denn beim Parken ist das System nicht aktiv, so dass Vogelkot und Baumharz freie Bahn haben und sich wohl nicht anschließend per Ultraschall auflösen.

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