Mehr Beinfreiheit als in mancher Luxuslimousine
Seat Altea Freetrack: Familienfreund auf Abwegen

Geländewagen liegen im Trend. Doch auch in dieser Nische experimentieren die Hersteller stets mit neuen Varianten. Deshalb kreuzen sie immer häufiger unterschiedliche Fahrzeugtypen, um das Beste aus verschiedenen Welten zu vereinen.

dpa-infocom HAMBURG. Üblicherweise wahren diese "Crossover"-Konzepte die Nähe zum Kombi oder gar zum Coupé, um sich einen sportlichen Anstrich zu geben. Doch Seat marschiert in die entgegengesetzte Richtung und baut mit dem Altea Freetrack die einzige Großraumlimousine fürs Grobe. Der Familienfreund auf Abwegen basiert auf dem Altea XL, den die spanische VW-Tochter ohnehin schon um 19 Zentimeter gestreckt hatte. Nun allerdings geht der Fünfsitzer auch noch vier Zentimeter in die Höhe und bietet deshalb eine deutlich größere Bodenfreiheit.

Der einzige Van mit Allradantrieb

Im Prinzip kann man diese Mischung aus erweitertem Raumangebot und vergrößertem Aktionsradius im gleichen Konzern auch mit dem Cross Touran und dem Roomster Scout bekommen. Doch haben die Cousins des Freetrack einen entscheidenden Mangel: Ihnen fehlt der Allradantrieb. Denn während der VW und der Skoda trotz Freizeitlooks zivile Fronttriebler bleiben, werden bei den Spaniern tatsächlich beide Achsen angetrieben. Wie im Golf 4motion hat auch er eine sogenannte Haldexkupplung, die über die Traktion der Räder wacht. Auf trockenen Straßen bleibt es beim konventionellen Vorderrad-Antrieb. Doch sobald die Gummis vorn ins Rutschen kommen, schließt sich automatisch die Kupplung und leitet bis zu 50 Prozent der Kraft nach hinten.

Nicht nur technisch sind die Spanier weiter gegangen als die Kollegen. Auch die Designer hatten mehr Spielraum. Zu den - wie bei solchen Fahrzeugen üblich - besonders wuchtigen Stoßfängern und den Schutzplanken an der Seite montiert Seat deshalb auch neu geformte Schürzen an Front und Heck. Sie reduzieren die Karosserieüberhänge und vergrößern den sogenannten Böschungswinkel: Kleine Anstiege im Gelände, Böschungen und Kuppen nimmt der Freetrack damit mühelos.

4 000 Euro Abenteuer-Zuschlag

Weil Technik teurer ist als Schminke, fällt der Abenteuer-Zuschlag bei Seat größer aus als bei VW oder Skoda: Mit mindestens 29 990 Euro ist der Freetrack fast 4 000 Euro teurer als der vergleichbare Altea XL. Allerdings versüßen die Spanier den Kunden diese bittere Pille mit einer erweiterten Serienausstattung: Neben sechs Airbags, ESP und Klimaanlage wird deshalb in jeder Variante sogar ein DVD-System montiert, das in einer Dachkonsole mit zusätzlichen Ablagen steckt. Außerdem gibt es den Wagen auf Wunsch auch ohne Allradantrieb und damit für 1 600 Euro weniger.

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