Mehr Knautschzone für Fußgänger
Elektronik schützt bei Unfällen

Ginge es nach den Wünschen der Autofahrer, dann hätten wir längst eine Batterie, die ein Autoleben lang hält. Wir hätten Nebelleuchten, die sich von allein abschalten oder den vollautomatischen Einparkpiloten. Leider gingen diese Wünsche im vergangenen Jahr nicht in Erfüllung.

DÜSSELDORF. Und 2006? Eine Innovationslawine ist im Auto wieder nicht zu erwarten. Zwar verweisen die Hersteller auf lange Listen von Entwicklungen. Noch länger allerdings ist deren Weg in die Serienproduktion. Schließlich reicht es längst nicht mehr aus, ein cleveres System nur zu entwickeln. Die meist auf Elektronik basierten Anwendungen müssen zuverlässig funktionieren und vom Autofahrer angenommen werden. In der Vergangenheit war das nicht immer der Fall. Mehr Elektronik bedeutet für viele Autokäufer auch ein zusätzliches Risiko. Und die vielen Rückrufe und Ausfälle gaben den Skeptikern Recht.

"Die Hersteller gehen immer mehr auf Nummer sicher, bevor sie mit einer neuen Technik in der Öffentlichkeit glänzen", sagt Ferdinand Dudenhöffer, Automobilexperte an der FH Gelsenkirchen. Trotzdem: Auch in diesem Jahr bleiben die technologischen Neuerungen der Schlüsselfaktor, um erfolgreich zu sein.

Dabei zeichnen sich zwei Trends deutlich ab: Zum einen arbeiten die Entwickler mit Hochdruck an neuen Assistenzsystemen, die den Komfort und die Fahrsicherheit weiter verbessern. Zum anderen geht es den Herstellern um die weitere Verringerung des Kraftstoffverbrauchs.

Bei den konkreten Einsatzterminen für neue Technologien halten sich die Autohersteller gerne bedeckt. Sie wollen die Aufmerksamkeit jeweils dann nutzen, wenn sie neue Modelle einführen. Anders sieht es bei den Zulieferern aus, die in der Regel die Systeme entwickeln. Sie rühren schon vor dem Marktstart die Werbetrommel, um möglichst viele Autohersteller für den breiten Einsatz ihrer Neuentwicklungen zu begeistern.

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