Mehr Platz als in manchem Mittelklässler
Skoda Fabia Combi: Sparen ohne Spaßverzicht

Kombis stehen bei den deutschen Autofahren hoch im Kurs. Von der Kompaktklasse aufwärts machen sie in manchen Segmenten mehr als die Hälfte der Zulassungen aus. Nur bei den Kleinwagen ist die Nachfrage dünn und das Angebot deshalb überschaubar.

dpa-infocom HAMBURG. Skoda hat aus dieser Not eine Tugend gemacht und den Fabia neben dem Peugeot 207 SW als einzigen Lastenträger in diesem Segment etabliert. Schon von der ersten Generation haben die Tschechen rund 600 000 Exemplare verkauft. Wenn am 6. Dezember zu Preisen ab 10 740 Euro die zweite Auflage an den Start geht, sind die Erwartungen noch größer. Denn der kompakte Kombi sei kein „kleiner Lastesel“ mehr, sagt Vorstandschef Reinhard Jung, sondern ein „eleganter Kombi, mit dem sich auch junge Familien sehen lassen können“.

Natürlich ist die VW-Tochter auch stolz auf das Design, das vor allem von großen Scheinwerfern und Heckleuchten, großen, glatten Flächen und charakterstarken Konturen lebt. Doch gerade bei einem Kombi zählen die inneren Werte - und da hat der Fabia überraschend viel zu bieten: Obwohl er nur um sieben Millimeter gestreckt wurde und mit 4,24 Metern ein echter Kleinwagen bleibt, ist sein Kofferraum größer als bei manchem Mittelklässler. Einen Raumgewinn von mehr als zehn Prozent kann Projektleiter Petr Marek vorweisen, wenn der kleine Fabia seine große Klappe öffnet und 480 Liter Ladevolumen anbietet. Legt man die Rückbank um, passen sogar 1 460 Liter durch die Luke und machen Fabia zu einem Gegner mancher Großraumlimousine.

Auch die Passagiere reisen ganz kommod

Aber nicht nur Koffer und Kisten haben genügend Platz. Auch die Passagiere reisen nicht schlecht: Der Innenraum ist in den gehobenen Varianten vornehm ausgeschlagen, alle Schalter und Hebel liegen gut zur Hand, und die Platzverhältnisse reichen für die Kleinfamilie allemal: Weil das Dach im Vergleich zum Vorgänger um fünf Zentimeter angehoben wurde, genießt man vorn wie hinten genügend Kopffreiheit. Und wenn Fahrer und Beifahrer halbwegs kooperativ sind, haben die Passagiere im Fond sogar für ihre Knie genügend Platz.

600 Euro Kombi-Aufschlag

Gegenüber dem Fünftürer verlangt Skoda für den Fabia einen moderaten Kombi-Aufschlag von 600 Euro, die nicht nur in die größeren Blechteile fließen. Denn zum gewachsenen Platzangebot gibt es auch eine Reihe praktischer Details wie die halbautomatische Laderaumabdeckung, Taschenhaken oder abgeteilte Staufächer in den Seitenwänden. Doch darf man für diesen Aufpreis nicht zu viel erwarten: Wo bei größeren Kombis die Rückbank auf Knopfdruck verschwindet, muss man beim Fabia erst die Sitzflächen und dann die Lehnen separat anfassen, wenn man einen halbwegs ebenen Ladeboden möchte. Nützlichkeiten wie eine Dachreling, Trennnetze und Raumteiler sind zwar verfügbar, kosten aber ebenso Aufpreis wie die asymmetrische Teilung der Rückbank in den unteren Ausstattungsniveaus. Ebenfalls gespart wird - wie so oft in dieser Klasse - an der Sicherheit: Vorbildliche sechs Airbags sind Serie, doch das ESP kostet zumindest bei den schwächeren Modellen Aufpreis.

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