Mercedes-Benz SL
Das Sonnen-Kraftwerk

Ein neuer SL ist nicht nur für Mercedes etwas besonderes. Der Roadster ist sowas wie die S-Klasse unter den Sportwagen. Die jüngste Generation ist 140 Kilo leichter, stärker, und dynamischer.

Marbella/SpanienWeniger ist also mehr beim neuen SL. Das bezieht sich freilich nur aufs Gewicht des nunmehr komplett aus Leichtmetall gefertigten Zweisitzers. In puncto Komfort, Technik oder Leistung beweisen die Schwaben, dass ihnen sogar verschwenderischer Überfluss nicht fremd ist. Wenn es denn einer guten Sache dient. Der neue SL ist agiler, dynamischer, eleganter und faszinierender als sein Vorgänger. Das beweisen bereits die ersten Meter hinterm ledernen Lenkrad.

"SL" ist die offizielle Abkürzung für "Super Leicht". Im Fall des jüngsten Mercedes könnte es auch für "satte Leistung" stehen. Zur Auswahl steht für den Verkaufsstart der 350 SL mit 3,5-Liter-V6-Triebwerk und 305 PS. Darüber rangiert der 500 SL, auf den die Wahl für die erste Ausfahrt fiel. Bereits angekündigt ist zudem der SL 63 AMG.

Unter der eindrucksvollen Haube des 500 SL arbeitet der mittels zweier Turbolader befeuerte V8-Zylinder-Motor mit 435 PS. Er vermag alle Fahrzeuge des Hauses mit der Ordnungszahl 500 in der Modellbezeichnung mit atemberaubender Wucht zu beschleunigen.

Beim Druck auf den Startknopf erwacht das Triebwerk nicht etwa mit einem dumpfen Grummeln, nein, er schnurrt von ersten Moment nahezu lautlos. Die Geräuschkulisse nimmt auch nichts Eindrucksvolles an, wenn der Gasfuß den Befehl zum Start frei gibt. Der vehemente Vortrieb drückt die Passagiere in die satten Sitze, die unendlich komfortabel ausfallen, ohne sportliche Talente bei der seitlichen Abstützung des Körpers vermissen zu lassen.

Dabei wechselt das automatische Siebengang-Getriebe die Gangstufen nahezu unbemerkbar. Leistung ist in jeder Situation im Überfluss vorhanden. Das "Sonnenkraftwerk" sprintet mit atemberaubender Beschleunigung über die Autobahn und überzeugt auch auf kurvigen Landstraßen. 700 Newtonmeter maximales Drehmoment verwandeln den SL in einen agilen Kurvenkünstler. Hier macht sich das reduzierte Gewicht eindeutig positiv bemerkbar.

Das im Testwagen installierte Serienfahrwerk, es gibt auch noch eine straffere Sportvariante und das ABC-Fahrwerk, präsentiert sich schon auf den ersten Metern als ausgesprochen komfortabel. Selbst in der per Knopfdruck anwählbaren Sportauslegung gleicht es die Unebenheiten der schlechten Straßen in Spanien nahezu völlig aus.

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