Test + Technik

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Mercedes E 63 AMG S 4Matic: Allrad-Adrenalinschub aus Affalterbach

Erstmals in der Firmengeschichte gibt es für eine AMG-Limousine jetzt Allradantrieb. Und eine Menge andere Gründe, warum die werksgetunte E-Klasse ab 118.405 Euro noch ein Schnäppchen ist.

Der 5,5-Liter-V8-Biturbo-Benzinmotor leistet 585 PS und besitzt ein Drehmoment von 800 Nm. Quelle: MID
Der 5,5-Liter-V8-Biturbo-Benzinmotor leistet 585 PS und besitzt ein Drehmoment von 800 Nm. Quelle: MID

AffalterbachÜber Mangel an Leistung brauchten sich AMG-Fahrer nie zu beschweren. Wohl kaum eine Firma macht den Begriff „Performance“ so nachdrücklich zum Leitmotiv wie die Affalterbacher Tuning-Tochter von Mercedes. Doch nun müssen an den Stammtischen die Karten neu gemischt werden. Zumindest, wenn es um Beschleunigungszeiten von Hochleistungslimousinen geht. Im Zuge der Modellpflege der Mercedes E-Klasse verpassten auch die AMG-Entwickler dieser Baureihe (W 212) eine optische und technische Überarbeitung. Erstmals in der Firmengeschichte gibt es für eine AMG-Limousine jetzt Allradantrieb. Die Markteinführung ist für Juni vorgesehen.

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Die 4x4-Technik sorgt nicht nur für mehr Fahrsicherheit, sondern bringt vor allem die Urgewalt des 5,5-Liter-V8-Biturbo-Benzinmotors möglichst verlustfrei auf die Straße. Denn das intern M 157 genannte Triebwerk schickt in der S-Version mittlerweile 430 kW/585 PS und gigantische 800 Newtonmeter Drehmoment ins Getriebe. Da wird es physikalisch problematisch, diese Kraft ausschließlich auf die – wenn auch 28,5 Zentimeter breiten – Hinterräder loszulassen.

AMG E-Klasse Mehr Druck, mehr Traktion, edlere Optik

Schon wenige Tage nach der normalen Mercedes E-Klasse kann der Kunde auch eine AMG-Varianten bekommen - als Limousine mit Allrad, Heckantrieb oder als T-Modell mit Allrad. Dazu gibt es zwei Leistungsstufen mit 557 PS und 585 PS.

Bild: PR

Welchen Traktionsvorteil der Allradantrieb bringt, zeigt die Beschleunigung des neuen E 63 AMG. Von Null auf 100 km/h vergehen gerade einmal 3,6 Sekunden. Da müssen selbst Fahrer manch zweisitziger Sportwagen das Handtuch werfen. Auch die beiden deutschen Konkurrenten BMW M5 und Audi RS6 haben das Nachsehen. „Das S-Modell des E 63 AMG 4MATIC ist die antrittsstärkste Business-Limousine der Welt“, freut sich AMG-Chef Ola Källenius.

Gerade 3,6 Sekunden vergehen, bis das Fahrzeug Tempo 100 erreicht. Quelle: PR
Gerade 3,6 Sekunden vergehen, bis das Fahrzeug Tempo 100 erreicht. Quelle: PR

Eine erste Probefahrt unterstreicht dies eindrucksvoll. Kleinste Gaspedalbewegungen setzt der Antrieb augenblicklich in Vortrieb um, untermalt von einem so herrlich dumpf klingenden Achtzylinder-Grollen, dass man in jedem Tunnel die Scheiben herunterdreht. Überholvorgänge sind Sachen von Sekunden, und das Gehirn muss sich anfangs daran gewöhnen, Geschwindigkeiten neu einzuordnen. Bei Tempo 200 meint der Fahrer, nur etwa 130 km/h zu fahren. Der Fahrspaß mit diesem Auto ist schlicht phänomenal.

Den Allradantrieb für den E 63 nahmen die Affalterbacher nicht einfach aus dem Regal von Mercedes. Während die Serie mit einer Kraftverteilung von 45:55 (vorne zu hinten) fährt, schickt AMG exakt 67 Prozent des Drehmoments zur Hinterachse. Stolz sind die Techniker auf das geringe Mehrgewicht von nur 70 Kilo. Zum Vergleich: Beim Golf 4Motion sind es 100 Kilogramm.

Erste Bilder Facelift E-Klasse Mehr Mercedes fürs Geld

  • Erste Bilder Facelift E-Klasse: Mehr Mercedes fürs Geld
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  • Erste Bilder Facelift E-Klasse: Mehr Mercedes fürs Geld
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  • 10.02.2013, 09:58 Uhrrealist

    ....muß Ihnen Recht geben. Wir haben die Sprache verloren. 115 000.- für ein Fahrzeug auszugeben und dann von einem Schnäppchen zu sprechen, ist völlig daneben gegriffen.
    Wir können Gut und Böse, groß und klein, und die vielen anderen Unterschiede nicht mehr richtig deuten. Woran liegt das? Nun, wir lassen uns keine Zeit mehr, über Dinge wie sie auch immer sein mögen, in Ruhe nachzudenken. Der Tag, die Woche, der Monat das Jahr frißt den Menschen auf.
    Es findet also kein Einkehr mehr statt. Die Bewertung ist völlig aus dem Ruden gelaufen. Ich würde vorschlagen, daß die Führungskräfte und das angehende Management in jedem Jahr für mindestens 3 Wochen in ein Kloster zur Besinnung geschickt würden. Dort bei Wasser und Brot über das Leben, über die übernommene Verantwortung und Ausführung nachzudenken, und von jedem einen Bericht nach der Klosterzeit zu fordern um diese dann zu veröffentlichen. Die neue Nadelstreifengeneration weiß im Grunde garnicht, worin ihre Aufgabe inner und außerbetrieblich besteht. Vielleicht denkt mancher Aufsichtsrat einmal über meinen Vorschlag nach. Es würde der Gesamtkultur gut tun. Die Frauen und Männer würden sich danach ganz sicher anders verhalten, und mehr Verständnis für das gemeine Volk zeigen. Es ist Vieles ganz einfach. Man muß sich nur öffnen und handeln.

  • 10.02.2013, 08:17 UhrModernArt

    Wenn MERCEDES in der "Schnäppchenkultur" angekommen wäre es schade, da der Kunde dann den "Markenzuschlag" als Wert nicht mehr akzeptiert. Solche Markenprodukte haben es schwerer Rendite zu erwirtschaften.

    Von der "Geiz-ist-Geil"-Gesellschaft also in die "Schnäppchenkultur-Gesellschaft" ?

    Frauen zahlen viel für Handtaschen von LOUIS VUITTON. Ein "Schnäppchen" sind diese Dinge sicher nicht. Aber es vermittelt auch Freude. Markenwerte haben Ihren Wert.

    Ein MINI-Fahrzeug ist teurer, als ein z.B. Peugeot/Citroen-Produkt mit gleicher PS-Zahl. Sind deswegen die PSA-Produkte "Schnäppchen" ?

    Werden Produkte zum "Schnäppchen" ist der Markenwert angekratzt. Der Kunde kauft mehr über den "Preis".
    Ist ein "Mercedes E 63 AMG S 4Matic" mit über 115.000 Euro ein Schnäppchen ?

    Nein - es ist kein Schnäppchen. Wer über 115.000 Euro für ein Fahrzeug ausgibt, ist i.d.R. nicht an einer "Schnäppchen-Kultur" interessiert.

    Auch ist der Begriff störend, wenn der Blickwinkel des Betrachters hinzugenommen wird. Was sagt wohl eine darbende alleinerziehnde Mutter, die mehr schlecht als recht klarkommt, zu dieser "Schnäppchenkultur" ?

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