Mercedes E-Klasse
Alles eine Frage der Generation

Wer sich einen verlässlichen Gebrauchtwagen zulegen will, der ist mit einem Mercedes E-Klasse meist gut bedient. Zumindest dann, wenn er ein nach 2009 gefertigtes Modell erwirbt. Die E-Klasse im Gebrauchtwagen-Check.
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BerlinTaxifahrer brauchen haltbare Autos. Mehrere 100.000 Kilometer Dauerlauf müssen ihre Kutschen aushalten. Und weil sich die Chauffeure untereinander über die Zuverlässigkeit ihrer Fahrzeuge austauschen und deshalb wissen müssten, was gut ist, scheint es nahezuliegen: Die häufig als Taxi eingesetzte Mercedes E-Klasse muss ein zuverlässiger Wagen sein. Ganz uneingeschränkt trifft das allerdings nicht zu.

"Nur der Neue ist richtig gut", heißt es im "TÜV Report 2013". Gemeint ist die seit 2009 gefertigte Baureihe W 212, die auch der ADAC lobt. In der Pannenstatistik des Clubs landet der Wagen auf vorderen Plätzen und rangelt dort in seiner Klasse mit dem Audi A6 und dem 5er BMW um die Spitze.

Zu den pannenrelevanten Mängeln zählen laut ADAC ab dem dritten Jahr sehr häufig entladene Batterien, defekte Anlasser und Generatoren bei Dieselmodellen bis zum Baujahr 2010. Hinzu kommen kaputte Kraftstoffpumpen bei bis 2009 gefertigten Benzinern. Der TÜV bemängelt die Injektoren beim 200 CDI.

Anfälliger ist das Vorgängermodell W 211. Der ADAC berichtet von einem breiten Spektrum an Mängeln, darunter das verschleißanfällige Fahrwerk - vor allem bei Exemplaren bis Baujahr 2006. Auch mache die Elektronik oft Ärger. Probleme häufen sich laut dem Club auch mit den Wasserpumpen der Diesel von 2003 und 2004 sowie mit den Automatikgetrieben bei Fahrzeugen von 2003 bis 2005.

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Kommentare zu "  Mercedes E-Klasse: Alles eine Frage der Generation"

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  • Selbst wenn man J. D. Power für objektiv und zuverlässig hält (tue ich nicht), weicht die von Ihnen zitierte Studie für den US-Markt zu dramatisch von den hiesigen Statistiken (TÜV, Dekra, ADAC) und Kundenbefragungen ab, als dass sie für den europäischen Markt gelten könnte.
    Jaguar und VW unter Durchschnitt und weit hinter Ford und Chevrolet, Mercedes Benz weit vor Audi und BMW - das kann's nun wirklich nicht sein.

  • Manchmal ist es auch für Journalisten besser, zu einem Thema nichts zu schreiben, statt Empfehlungen zu geben, die bei den Lesern auf Unglauben stoßen müssen.

  • Neenee, mal stecken lassen. Wer glaubt, daß die 212er furchtbar viel besser als die 211er sind, sitzt früher oder später auf. Die 212er sind eben jünger - sonst nichts. Über den 210er wollen wir ja gleich gar nicht reden, den gibt es oftmals schon 3stellig. Ganz einfach deshalb, weil die Dinger meist so erbarmungswürdig an- und durchgerostet sind, daß man ohne Grundsanierung nicht weit kommt. Betroffen eben nicht nur Sichtbares, sondern auch so Dinge wie Federdome und Hinterachsaufnahme. Der 211er ist da schon besser, aber immer noch nicht so, daß er den Namen Mercedes verdienen würde. Wie sagte ein Bekannter, der bei der Sternenfirma arbeitet? "Früher haben wir Mercedes gebaut, heute bauen wir halt Autos." Dem ist nichts hinzuzufügen.

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