Mercedes E-Klasse im Gebraucht-Check
Der Stern strahlt auch nach Jahren

Weltmeister des kraftvoll-komfortablen Gleitens war die E-Klasse immer. In der aktuellen Generation ist sie auch in Sachen Qualität wieder ganz vorne mit dabei. Ein paar kleine Schwächen gibt es aber doch.
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Nach zwei Generationen mit einigen Problemen strahlt bei der aktuellen Ausgabe der Mercedes E-Klasse der Stern wieder in voller Helligkeit. Galt das 90er-Jahre-Modell W 210 noch als Gammelbüchse und der W 211 genannte Nachfolger wegen seiner unzuverlässigen SBC-Bremse als Image-Gau, hat die aktuelle Baureihe W 212 wieder zu alter Stärke gefunden.

Karosserie und Innenraum: Massig, solide und mit vier Reifen breit auf dem Boden stehend – die E-Klasse ist eine Business-Limousine wie sie sein sollte. Trotzdem war das Design aufgrund einiger schwülstiger Bögen und der kantigen Doppelscheinwerfer nicht unumstritten.

Seit dem umfangreichen Facelift Anfang 2013 sparen sich Limousine und Kombi daher diese Extrovertiertheiten. Hinzu kam ein aufgewertetes Cockpit. Äußerlich und innerlich wirkt die E-Klasse dadurch fast wie eine neue Generation – vor allem, wenn der Erstbesitzer den erstmals erhältlichen Sportwagenkühlergrill mit integriertem Stern geordert hat.

Nichts geändert hat sich indessen seit der Einführung an dem großzügigen Platzangebot, der hohen Verarbeitungsqualität und dem herausragenden Fahrwerks- sowie Sitzkomfort. An Karosserievarianten gibt es wie gewohnt die Limousine und den T-Modell genannten Kombi, der optional mit zwei Zusatzsitzen im Kofferraum ausgeliefert wurde.

Das ebenfalls unter dem Label „E-Klasse“ verkaufte Cabrio beziehungsweise Coupé ist technisch nur weitläufig verwandt, nutzt beispielsweise die Bodengruppe der kleineren C-Klasse.

Motoren: Vom knauserigen Vierzylinder-Diesel bis zum bärenstarken V8-Benziner bietet die E-Klasse ein breites Antriebsprogramm. Erste Wahl bei den meisten Erstbesitzern waren die Diesel, die ein Leistungsband von 100 kW/136 PS (E 200 CDI) bis 195 kW/265 PS (E 350 CDI 4Matic Blue Efficiency) abdecken.

Die Wahl hängt von den eigenen Ansprüchen an Leistung Verbrauch ab, doch bereits der Basis-Vierzylinder sorgt - anders als in älteren Generationen - für akzeptablen Vortrieb. Souveräner geht es natürlich mit den Sechszylindern voran, die sämtlich serienmäßig mit Siebenstufen-Automatik gekoppelt sind. Bei den Vierzylindern gibt es auch noch die ältere Fünfstufenautomatik oder ein manuelles Getriebe.

In den ersten Baujahren zeigten die Selbstzünder allerdings einige Qualitätsprobleme, etwa bei den Injektoren oder den Steuerketten der Vierzylinder. Im Zweifel sollte man ein jüngeres Fahrzeug oder ein bereits repariertes Exemplar wählen, da die Reparaturen richtig teuer sind.

Wer kein extremer Vielfahrer ist, wird aber auch mit einem der Benziner glücklich. Dank Aufladung haben selbst die Vierzylinder ihr Phlegma abgelegt. Das Portfolio startet mit dem 135 kW/184 PS starken E 200 (seit 2013 gibt es auch einen E 180 mit 115 kW/156 PS, der als Gebrauchter aber noch kaum zu kriegen ist) und endet beim E 500 mit 300 kW/408 PS und den AMG-Modellen mit bis zu 430 kW/585 PS.

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