Mercedes frischt die B-Klasse auf
Ohne Hut

Käufer einer Mercedes B-Klasse haben meist die 50 schon überschritten. Sie legen Wert auf Sicherheit und Komfort. Halbwegs schick sollte das Fahrzeug natürlich auch aussehen. Dafür muss es nicht billig sein.
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Neuwagenkäufer sind meistens älter, ihre Sturm- und Drangzeit liegt schon länger zurück. Das wahre Alter des Fahrers wird aber gerne hinter schicken, aber nicht immer bequemen oder praktischen automobilen Formen getarnt. Doch „Rücken“, Gleitsichtbrille und andere Einschränkungen des Älterwerdens lassen viele Autokäufer nach Alternativen zu pseudo-jungbrünnlichem Automobilgehabe suchen. SUV sind eine Möglichkeit, die Zipperlein des Alltags zu kaschieren, Vans wie die Mercedes B-Klasse eine andere.

Der Van mit dem Stern zielte lange Zeit fast konkurrenzlos auf die solvente, sicherheitsliebende Kundschaft. Gegen die neuen Wettbewerber BMW 2er Active Tourer und VW Golf Sportsvan wurde er nun aufgefrischt. Der 4,39 Meter lange Kompaktvan steht ab 29. November zu leicht gestiegenen Preisen ab 27.102 Euro (B 180) bei den Händlern. Das sind 270 Euro mehr als zuletzt.

Das Thema Sicherheit wird bei der B-Klasse groß geschrieben. Serienmäßig immer an Bord ist der Collision Prevention Assist (CPS), dessen Funktionen nun erweitert wurden. Die radargestützte Abstandswarnung und Bremsunterstützung durch einen adaptiven Bremsassistenten kann nun mehr.

Als CPA-Plus leitet er selbständig eine Teilbremsung ein, wenn der Fahrer bei erkannter Kollisionsgefahr trotz Warnleuchte im Kombiinstrument und Intervallton nicht reagiert.

Das System ist für Stadtfahrgeschwindigkeiten ausgelegt. Auswertungen der Daten des Statistischen Bundesamts haben ergeben, dass Auffahrunfälle mit B-Klasse-Fahrzeugen seit Einführung des Systems um rund 20 Prozent zurückgegangen sind. Mercedes rechnet damit, dass die verbesserte Funktionsweise die Unfallhäufigkeit um 30 Prozent sinken lässt.

Ebenfalls ab Werk gehört der Aufmerksamkeits-Assistent (Attention Assist) zum Serienumfang. Er arbeitet nun in einem größeren Geschwindigkeitsbereich (60 bis 200 km/h) und kann den Ablenkungsgrad des Fahrers über eine fünfstellige Balkenanzeige darstellen. Außerdem offerieren die Stuttgarter optional natürlich einen aktiven Parkassistenten.

Dieser lenkt das Auto in Längs- und Querparklücken und parkt auch automatisch wieder aus. Eine Verkehrzeichen-Erkennung steht ebenfalls in der Aufpreisliste. Auch die übrige Technik wurde aufpoliert. Erstmals zu haben sind etwa optionale LED-Scheinwerfer oder ein schlüsselloses Schließsystem.

Natürlich dürfen die äußere Form sowie das Interieur ruhig eine gewisse Eleganz ausstrahlen, altbacken oder sogar alt möchte man ja schließlich nicht wirken. Die Mercedes-Macher haben ihren Kompaktvan dezent verschönert.

Retuschierte Stoßfänger sowie ein leicht vergrößerter Grill lassen die B-Klasse selbstbewusster auftreten, dieser Eindruck wird durch die in die Scheinwerfer integrierten Tagfahrleuchten verstärkt.

Am Heck soll eine zusätzliche Chromleiste das Hinterteil schlanker machen und edler wirken lassen. Je nachdem für welche Ausstattungslinie (Style, Urban, AMG-Line) man sich entscheidet, gehören 16-, 17oder 18-Zoll-Leichtmetallfelgen zum Serienumfang.

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