Mercedes GLK als Gebrauchtwagen Kantiger Typ zeigt Kante

Drei Rückrufe musste das erste Kompakt-SUV von Mercedes verkraften, doch sie konnten seinen untadeligen Ruf nicht ankratzen. Sogar ganz frühe GLK-Exemplare geben sich beim TÜV kaum eine Blöße.
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Laut Experten gilt er als eines der technisch zuverlässigsten Modelle im Segment. Quelle: PR
Der Mercedes GLK gibt sich keine Blöße:

Laut Experten gilt er als eines der technisch zuverlässigsten Modelle im Segment.

(Foto: PR)

Der GLK fällt optisch etwas aus dem SUV-Portfolio von Mercedes. Mit seinen kantigen Linien war er als optisches Zitat des Gelände-Urtyps G-Modell gedacht und sollte zugleich modern sein: typisches Retro-Design. Ansonsten ist das optional und meist mit Allradantrieb ausgelieferte Kompakt-SUV hochmodern: Es gilt als eines der technisch zuverlässigsten Modelle im Segment. „Der GLK kann vieles richtig gut - meist auch noch besser als die Konkurrenz.”

Die Bilanz des „TÜV Report 2016” fällt eindeutig aus. Sogar die frühen Exemplare geben sich bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) kaum eine Blöße: Über 87 Prozent absolvierten die HU ohne Mängel. Nur leichter Ölverlust wird hier und da verzeichnet oder eine verschlissene Bremsscheibe. Eine erhöhte Quote bei den Beanstandungen weist die Feststellbremse auf.

Immer besser als der Durchschnitt schneiden jegliche Fahrwerkskomponenten ab. Rost ist kein Problem. Auch in der Statistik des ADAC schneidet das SUV gut ab. „Der GLK gehört zu den pannennsichersten Modellen im Pannenjahr 2015”, teilt der Club mit.

In den letzten Baujahren weise das Auto nur noch „geringste Pannenkennziffern” auf. Zu den wenigen Marotten zählen Aussetzer der Injektoren bei bis 2009 gebauten Dieseln, klemmende Zündschlösser und Defekte beim Abblend-/Fernlicht (bis 2015).

Was Mercedes´ GLC im Detail bietet
Mercedes ändert bei seinem Mittelklasse-SUV nicht nur den Namen von GLK in GLC, sondern auch das komplette Styling.
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Statt als kerniger Quasi-Geländewagen in G-Klassen-Tradition tritt der Allrader nun als schnittiges Sport-UV mit sanft abfallender Dachlinie auf. Trotzdem wachsen Platzangebot und Gepäckraum. Die Markteinführung des Fünftürers erfolgt Mitte September zu Preisen ab 44.500 Euro.

Die Umbenennung ist dabei weniger dem geänderten Design-Konzept geschuldet als der groß angelegten Umfirmierung der Mercedes-Modellpalette.
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Wie künftig bei allen anderen Modellen mit drei Buchstaben, weist die letzte Letter der Bezeichnung nun auf die zugrundeliegende Fahrzeugklasse hin. In diesem Fall ist das (wie auch schon beim GLK) die C-Klasse.

Der GLK-Nachfolger soll im September ab 44.506 Euro in den Handel kommen.
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Eine Verwandtschaft, die nun auch äußerlich zu erkennen ist, hat der GLC doch mit der Limousine die durchaus gelungene Mischung aus Eleganz und Dynamik gemein. Dafür sorgen die auch bei Wettbewerbern wie Audi Q5 und BMW X3 angewandte Optik-Tricks, etwa leicht ansteigende Schultern und ein abfallendes Dach sowie scharf gezogene Karosseriefalze.

Blick auf den Fahrer-Arbeitsplatz
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Ecken und Kanten gibt es beim GLC hingegen keine mehr. Auch der Innenraum wirkt nun runder, orientiert sich mit der geschwungenen Mittelkonsole, dem freistehenden Bildschirm und den runden Lufteinlässen ebenfalls an der aktuellen C-Klasse.

Dank der fülligeren Formen ist das Platzangebot gegenüber dem kastenartigen Vorgänger gewachsen.
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Der um knapp 12 Zentimeter auf 2,87 Meter gestreckte Radstand verspricht vor allem mehr Fußraum in Reihe zwei, die um das gleiche Maß erhöhte Gesamtlänge (4,66 Meter) sowie das Plus von 5 Zentimetern in der Breite dürften auch ganz allgemein zu einem luftigeren Raumgefühl führen.

50 Liter mehr Stauraum
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Der Grund-Laderaum hat um 80 Liter auf 550 Liter zugelegt, maximal passen 1.600 Liter hinter die große Klappe (plus 50 Liter). Dazu soll eine verstellbare Lehne die Variabilität im Alltag verbessern – einer der Kritikpunkte beim Vorgänger.

Zum Start im Herbst gibt es zunächst drei bekannte Motoren, darunter zwei Diesel.
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Als Einstieg fungiert ein 2,1-Liter-Vierzylinder mit 125 kW/170 PS, darüber rangiert eine hubraumgleiche Variante mit 150 kW/204 PS. Beide Triebwerke übertragen ihre Kraft über eine Neungangautomatik an alle vier Räder. Gleiches gilt auch für den einzigen Benziner, einen 2,0 Liter großen Vierzylinderturbo mit 155 kW/211 PS. Gegenüber den Motoren des Vorgängers sollen die überarbeiteten Aggregate um bis zu 19 Prozent sparsamer geworden sein; der kleine Diesel etwa soll mit fünf Litern Kraftstoff auskommen.

Allerdings trafen drei Rückrufe den GLK. Der jüngste wurde im April 2016 wegen Funktionseinschränkungen bei Airbags durchgeführt. Betroffen waren rund 7.000 Autos aus der Bauzeit Oktober bis November 2015. Knapp ein Jahr zuvor war bei Modellen von 2014 eine defekte Dichtung am Steuerkettenspanner das Problem - mit dem damit verbundenen Risiko eines Motorschadens. Ein paar Jahre davor führten Probleme mit der Lenkkraftunterstützung zu einem Rückruf.

Mit dem GLK brachte Mercedes 2008 sein erstes Kompakt-SUV auf den Markt. Technisch basiert er auf der C-Klasse. Vier Jahre nach dem Marktdebüt verabreichte Mercedes dem Modell ein Facelift, das dem GLK vor allem leicht rundlichere Formen und eine Überarbeitung der Motorpalette brachte. 2015 fuhr der Nachfolger GLC vor.

Unter der Motorhaube arbeiten Aggregate, die ein recht breites Leistungsspektrum abdecken, wobei anders als beim Urahn G-Klasse nie eine AMG-Version aufgelegt wurde. Die beiden ab 2013 angebotenen Vierzylinder-Benziner kommen auf 135 kW/183 PS und 155 kW/211 PS, davor gab es ausschließlich Sechszylinder, die eine Spanne von 170 kW/231 PS bis 225 kW/306 PS abdecken.

Auch die Diesel arbeiten entweder mit vier oder sechs Brennkammern und kommen je nach Baujahr und Ausführung auf 105 kW/143 PS bis 195 kW/265 PS.

Die S-Klasse fürs Grobe
Mercedes GLS 350d
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Drei Buchstaben, die alles sagen: Vom G die Gelände-Gene, von der S-Klasse die Luxus-Ausstattung und das L dazwischen symbolisiert die überdimensionale Länge von 5,13 Metern: er siebensitzige GLS ist ein Zwitter aus praktisch und schick – einen üppig gefüllten Geldbeutel vorausgesetzt. Nach dem umfassenden Facelift ist das Oberklasse-SUV mit dem neuen Kürzel (früher: GL) nun auf dem neusten Stand.

Üppig in jeder Beziehung
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Das Einstiegsaggregat mit üppigen 620 Newtonmetern Drehmoment dürfte hierzulande als einziger angebotener Diesel für die meisten Käufer Motor der Wahl sein. Mit dem Selbstzünder ist das rund 2,5 Tonnen schwere SUV auch absolut ausreichend motorisiert: 222 km/h Höchstgeschwindigkeit, 7,8 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und eine Anhängelast von beachtlichen 3,5 Tonnen genügen für die allermeisten Einsatzzwecke. 7,1 Liter Normverbrauch gibt Mercedes im Mittel an.

Mehr Spaß machen allerdings die beiden deutliche stärkeren Benzinmotoren ...
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... die vor allem im Hauptmarkt Nordamerika Anklang finden dürften: Der 3,0-Liter-V6 im GLS 400 leistet 245 kW/333 PS, der 4,7-Liter-V8 im GLS 500 hat sogar 335 kW/455 PS, 20 PS mehr als vor dem Facelift. Lädt schon der V6 zu mehr Zwischensprints ein als auf Autobahnen außerhalb Deutschlands angemessen wären, hängt der erstarkte V8 vor allem im Sport-Modus geradezu sportlich am Gas.

Mit der fein abgestimmten Lenkung zirkelt man den GLS trotz drei Metern Radstand bequem durch enge Kehren.

Mercedes GLS
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Beim ersten Test in den österreichischen Alpen konnte die neue Automatik mit ihrer Geschmeidigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit überzeugen. Sie verleiht dem bewährten V6-Dieselmotor (258 PS) im GLS 350 d 4matic dank schneller Gangwechseln sogar eine gewisse Spritzigkeit. Dabei arbeitet der Selbstzünder so leise, dass die Insassen im gut gedämmten Innenraum davon nichts mitbekommen.

Mercedes GLS 400
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Im Innern dominieren feine Materialien – von Carbon über offenporiges Holz bis zu Ledersitzen mit Rautensteppung

Mercedes GLS 400
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Seine wahren Qualitäten offenbart der GLS im Alltag: zum Beispiel mit Platz für sieben Personen.

Der schluckt was:
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Das Kofferraumvolumen beträgt beachtliche 680 Liter. Und die dritte Sitzreihe klappt elektrisch ein. Klappt man die zweite Reihe auch noch ein, wächst das Stauvolumen auf 2.300 Liter.

Wer sich nach einem GLK 350 CDI DPF 4Matic 7G-Tronic Sport Edition mit 170 kW/231 PS umsieht, muss bei einem Auto von 2010 laut Schwacke-Liste noch mit einem Durchschnittspreis von 23.750 Euro rechnen. Der Marktbeobachter geht dabei von einer statistischen Laufleistung von 109.200 Kilometern aus.

Ähnlich viel kostet mit 23.850 Euro ein GLK 350 4Matic 7G-Tronic Edition 1 mit 200 kW/272 PS von 2009 (91.200 Kilometer). Mit 17.300 Euro günstigster GLK ist der 220 CDI DPF 4Matic BlueEfficiency 7G-Tronic mit 125 kW/170 PS von 2008. Dann stehen 140.000 und mehr Kilometer auf dem Tacho.

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