Millionen Autos mit erheblichen Mängeln
Prüfer schlagen Alarm

Tolle Autos, neueste Technik, schnittiges Design - so präsentiert sich die Autoindustrie auf der IAA. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus: Auf Deutschlands Straßen sind immer mehr Pkw mit erheblichen Mängeln unterwegs.

HB FRANKFURT. Bei rund 17 Prozent aller untersuchten Autos hat die Gesellschaft für Technische Überwachungen (GTÜ) im ersten Halbjahr schwere Mängel festgestellt - bis hin zur Verkehrsunsicherheit. Insgesamt wurden bei über 52 Prozent der geprüften Autos Mängel entdeckt. „Eine dramatische Entwicklung“, schlug GTÜ-Chef Rainer de Biasi am Dienstag auf der IAA Alarm.

Besondere Sorge bereitet der Überwachungsorganisation das Sicherheitsrisiko durch ältere, ungepflegte Autos. Die Mängelzahl von Autos, die über neun Jahre alt sind, ist laut GTÜ zehn Mal so hoch wie die von Pkw bis drei Jahre. Notwendige Wartungsarbeiten würden vernachlässigt und fällige Verschleißreparaturen aus Kostengründen aufgeschoben, kritisierte de Biasi. Eine alarmierende Entwicklung, liegt das Durchschnittsalter aller Pkw doch heute bereits bei über acht Jahren.

Sorgenkind E-Klasse

Im neuen Gebrauchtwagen-Report der GTÜ, für den über fünf Millionen Hauptuntersuchungen ausgewertet wurden, konnten deutsche und europäische Hersteller aufholen, wenngleich in der Klein-, Kompakt- und Mittelklasse die Japaner noch die Nase vorn haben.

Immerhin gelang dem BMW 1er in der Kompaktklasse bei den ein- bis dreijährigen Autos der Sprung aufs Siegertreppchen. Bei den älteren Jahrgängen führen Mazda 3 und Toyota Corolla das Feld bei den populären Kompakten an. In der Ober- und Luxusklasse verteidigt der Audi A 8 den Spitzenplatz, gefolgt vom 7er BMW. Sorgenkind bleibt laut GTÜ die Mercedes E-Klasse, die sich in allen Altersklassen mit einem der hinteren Plätzen begnügen musste.

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