Mini Cooper S
Spritzige kleine Kiste

Philipp Müller, Chef der Früh-Kölsch-Brauerei, testet den neuen Mini Cooper S. Der Autofan hat zwei Minis aus den 70er-Jahren und ist gerne schnell auf den Straßen unterwegs. Den neuen Mini Cooper S. wünscht er sich auch als Kombi, dann würde er ihn seinen Vertrieblern als Dienstwagen spendieren.

Schade, dass es den neuen Mini nicht als Kombi gibt. Denn mehr als zwei Kisten Bier kriege ich nicht in den Kofferraum. Wäre er ein wenig größer, hätte ich mir durchaus unsere Vertriebsmitarbeiter darin vorstellen können.

Dabei ist der Mini ja eigentlich ein Frauenauto. Er eignet sich ideal zum Cruisen durch die Stadt, fährt geschmeidig durch Kurven und sieht sympathisch aus. Dank seiner kompakten Maße lässt er sich zudem recht gut einparken – allerdings sind Front und Heck schwer zu überblicken: Zu Beginn der Probefahrt war ich dermaßen eingeparkt, dass ich ein Schaufenster als Spiegel benutzen musste, um aus der Parklücke zu kommen. Die piepsenden Sensoren sind ja leider nur an der Heck-Stoßstange angebracht. Überhaupt lässt der Wagen in Sachen Übersichtlichkeit zu wünschen übrig. Wenn ich die Sonnenblende runterklappe, sehe ich kaum noch etwas durch die Frontscheibe.

Vielleicht muss man sich aber auch erst eingewöhnen. Immerhin kenne ich sonst nur die beiden Minis aus den Siebzigern, die in meiner Garage stehen. Die sind um einiges kleiner und langsamer als der Cooper S, haben dafür aber einen Tick mehr Stil. Der ist dem neuen Mini leider etwas abhanden gekommen – schließlich ist der ja kein echter Engländer mehr. Auch das Gokart-Gefühl ist nicht mehr das gleiche wie früher, obwohl die Lenkung noch immer sehr direkt ist.“

Philipp C. Müller ist seit Anfang des Jahres Geschäftsführender Gesellschafter der traditionellen Cölner Hofbräu Früh KG, die das bekannte Früh-Kölsch herstellt. Er leitet das Unternehmen gemeinsam mit seinem Cousin Alexander Rolff. Die beiden Chefs sind Ururenkel des Firmengründers Peter Josef Früh, dessen berühmter Nachname sich wegen zahlreicher weiblicher Nachkommen nicht bis in die heutige Generation vererbt hat. Nach seiner Ausbildung als Brauer und Mälzer hat Müller in Berlin einige Semester Brauereiwesen studiert.

Zur Cölner Hofbräu Früh KG gehört das größte Brauhaus Nordrhein-Westfalens, das in unmittelbarer Sichtweite des Kölner Doms liegt und vor allem bei Touristen sehr beliebt ist. In den vergangenen Jahren hat die Brauerei ihren Geschäftsbereich erweitert und betreibt neben einem Feinkostgeschäft auch das Designhotel Eden. Müller hat sich vor einigen Jahren vom Altstadttrubel verabschiedet und lebt mit seiner Frau und der einjährigen Tochter im ländlichen Bergisch Gladbach. Das zweite Kind – ein Junge – ist unterwegs. In seiner Freizeit fährt der Familienvater mit Vorliebe zu seiner Garage in die Eifel, wo er mit einem Freund an seinen alten Minis bastelt.

„Trotzdem macht der Mini Spaß. Und mit seinen 175 PS ist der Cooper S wirklich etwas für mich. Eine gewisse Anzahl Pferdestärken ist mir schon wichtig. Vor allem im Bereich bis 120 Stundenkilometer ist der Wagen ordentlich im Anzug. Der Spaßfaktor sollte beim Autofahren schließlich nicht zu kurz kommen.

Eine starke Beschleunigung bin ich gewohnt. Privat fahre ich einen 535 BMW Combi mit 310 PS, meine Frau nimmt meistens den Vito von Mercedes. Wir brauchen Platz in unseren Autos – schließlich ist das zweite Kind im Anmarsch. Die Minis sind eher mein Hobby. Sie stehen gleich neben dem 72er Alfa GTV und dem 74er BMW 1502, an denen ich mit einem Freund gerne herumschraube und auch mal bei Oldtimerrallyes oder Shows mitmache.“

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