Mit Zwei-Liter-Turbo
Cadillac goes Downsizing

Im Januar 2012 präsentiert Cadillac die neue kompakte Luxuslimousine "ATS". Erstaunlich ist das Triebwerk mit nur vier Zylindern, aber hoher Leistung.

MünchenDas Umdenken amerikanischer Autohersteller wird greifbar: Im Januar 2012 präsentiert Cadillac eine neue kompakte Luxuslimousine, die ATS genannt wird. Erstaunlich ist das Triebwerk mit nur vier Zylindern, aber hoher Leistung.

Er wird von einem 198 kW/270 PS starken Zwei-Liter-Turbobenziner angetrieben, der laut Hersteller eines der "effizientesten Triebwerke weltweit" sein soll. Weitere Eckdaten: 353 Nm Drehmoment, 90 Prozent davon stehen zwischen 1.500 U/min und 5.800 U/min zur Verfügung, 1,35 bar Turbo-Ladedruck; Benzindirekteinspritzung, variabler Ventiltrieb mit zwei obenliegenden Nockenwellen, Doppelturbo.

Downsizing lautet das Zauberwort für effizientere verbrauchsärmere Autos. BMW etwa wagt den mutigen Schritt und verabschiedet sich beim Volumenmodell 3er vom Sechszylinder. Der BMW 328i hat bei 180 kW/245 PS nur noch vier Zylinder, zwei Liter Hubraum und einen Doppelturbolader. Diesen Weg beschreitet in sehr ähnlicher Form jetzt Cadillac. "Der Zwei-Liter-Turbo passt perfekt zum ATS, unserer neuen sportlichen Luxuslimousine", behauptet Don Butler, Cadillac-Vizepräsident für weltweites Marketing. "Der Motor hängt fantastisch am Gas und schiebt ohne Turboloch. Das Auto fährt sich agil und präzise – es macht einfach Spaß."

Für den Cadillac ATS, der in Lansing Grand River im US-Bundesstaat Michigan produziert wird, werden insgesamt drei Benzintriebwerke erhältlich sein. Neben dem 2.0T wird in gewissen Märkten ein Vierzylinder-Saugbenziner mit 2,5 Litern Hubraum sowie ein V6 mit 3,6 Litern Hubraum angeboten.

Die Optimierung der inneren Reibung und spezielle Analyse-Verfahren der numerischen Strömungsmechanik sollen den Wirkungsgrad des Motors sehr sparsam machen.

Stellt sich zwangsläufig die Frage nach dem Kraftstoffverbrauch des dem Papier nach hochmodernen Triebwerks. Die Antwort blieb Cadillac schuldig. Chefingenieur Mike Anderson äußert sich bisher wenig konkret: "Der Motor ist so genügsam, dass er den Vergleich mit internationalen Wettbewerbern nicht zu scheuen braucht."

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