Mögliche Kraftstofflecks
VW ruft in den USA hunderttausende Autos zurück

Volkswagen hat in den USA mehrere hunderttausend Fahrzeuge zurückgerufen. An den Modellen Golf, Jetta, Jetta Sportwagen aus den Jahren 2006 bis 2010 und Kleinwagen der Serie New Beetle aus den Jahrgängen 2006 bis 2010 könnten Krafstofflecks auftreten
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HB WASHINGTON/WOLFSBURG. Der Autobauer Volkswagen startet einen Massenrückruf: Wegen falsch verlegter Spritleitungen sollen 377 000 Wagen in Nordamerika in die Werkstätten. Unter den betroffenen Autos ist ausgerechnet die in den USA und Kanada sehr beliebte Mittelklasse-Limousine Jetta.

Die Kraftstoffleitungen seien so verlegt, dass sie bei Vibrationen an anderen Teilen scheuerten und so auf die Dauer undicht werden könnten, warnte VW am Mittwoch seine Kunden in Übersee. Tritt Benzin aus, besteht Feuergefahr. „Es gab bislang aber noch keine Vorfälle“, sagte ein Konzernsprecher auf Anfrage. Der Rückruf geschehe rein vorsorglich.

Deutsche Autofahrer sind auf der sicheren Seite: Der Mangel betrifft nur Autos mit 2,5-Liter-Fünfzylinder-Motor. Der wird nach Firmenangaben ausschließlich in Nordamerika verbaut und ist dort das Standardaggregat in Golf, Jetta, Jetta Kombi sowie dem New Beetle. Volkswagen ruft diese Typen teils bis zum Modelljahr 2006 zurück.

Die Autohersteller sind seit dem Toyota-Debakel übervorsichtig, was technische Mängel angeht. Klemmende Gaspedale und rutschende Fußmatten hatten zu einem millionenfachen Rückruf und einem schweren Imageschaden geführt. Erst am Vortag hatte der japanische Weltmarktführer weitere 94 000 Minivans in den USA in die Werkstätten beordern müssen wegen Problemen mit der Bremsanlage.

Auch Automobilhersteller Chrysler gab eine umfangreiche Rückrufaktion bekannt. 367.000 Kleinbusse der Serien Chrysler Town and Country und Dodge Grand Caravan aus den Jahr 2008 müssten wegen möglicher fehlerhafter Airbag-Vorrichtungen begutachtet werden, hieß es.

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