Motorräder mit Automatikgetriebe
Ruckfrei dahingleiten

Ob im Stop-and-go-Verkehr oder auf verschlungenen Alpenstraßen: Wo Motorradfahrer viel Schaltarbeit leisten müssen, ermüdet bald die Kupplungshand. Das Problem ist bei Maschinen mit Automatikgetriebe hinfällig.
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Bonn/EssenWas bei Motorrollern Standard ist, bleibt bei Motorrädern die Ausnahme: ein Automatikgetriebe. Dabei kann die Technik Bikern durchaus Vorteile bringen. „Mit Automatikgetriebe wird das Motorradfahren für einige angenehmer und entspannter“, sagt Jürgen Bente vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat. Achim Kuschefski, Leiter des Instituts für Zweiradsicherheit, sieht das ähnlich: „Eine Automatik dient zu allererst der Verbesserung des Komforts. Vor allem auf langen Strecken wird die Kupplungshand geschont.“

Seiner Meinung nach kommt aber nicht für jeden Biker eine Maschine mit Automatik infrage. Und dass die Technik die konventionelle Schaltung verdrängen wird, glaubt Kuschefski auch nicht. „Motorräder sind häufig Sportgeräte, bei dem die Fahrer bewusst schalten wollen.“ Eine Automatik sei bei Motorrädern mehr wie ein Fahrerassistenzsystem zu sehen: „Der Fahrer kann sich besser auf die Verkehrsbeobachtung konzentrieren“ – davon profitierten gerade Fahranfänger.

„Ein gut abgestimmtes Automatikgetriebe hat wie bei einem Pkw keine Nachteile“, sagt Reiner Brendicke, Hauptgeschäftsführer des Industrie-Verbands Motorrad (IVM). Die voll- und halbautomatischen Systeme, die inzwischen mehrere Motorradbauer für einzelne Modelle anbieten, unterscheiden sich teils stark. Einen Überblick der verschiedenen Getriebe-Systeme finden Sie auf der zweiten Seite dieses Artikels.

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