Multifunktionaler Helfer
Autoschlüssel öffnet die Tür per Funk

Öffnen, schließen, starten – mehr musste ein Autoschlüssel bislang nicht leisten. Doch das ändert sich gewaltig. Schlüssel, die teilweise als solche gar nicht mehr auf den ersten Blick zu erkennen sind, sind multifunktionale Helfer geworden, die von Servicedaten über die Lichtsteuerung bis zur automatischen Zugangsberechtigung vieles können. Die Zeiten des gezackten Schlossöffners sind vorbei.

BERLIN. Fachleute nennen Autoschlüssel inzwischen „ID-Geber“. So wie Ute Hoppe, Sprecherin des Zulieferers Huf Hülsbeck & Fürst. „Allein durch Handauflegen kann der Fahrer künftig sein Fahrzeug öffnen, starten und verschließen, wenn er den passenden Schlüssel bei sich trägt“, sagt sie. Damit das funktioniert, müssen in die Außengriffe der Autotür Näherungssensoren integriert werden. Diese senden ein Signal an den Autoschlüssel, wenn sich die Hand des Fahrers nähert. Dieser überträgt per Funk eine Codierungen an das Fahrzeug. Stimmen die Signale überein, öffnet sich die Tür.

So dient der Keyless Entry-Schlüssel der Oberklasse-Modelle von Audi der Zugangsberechtigung, ohne dass man ihn ins Schloss stecken müsste. Er bleibt in der Hosentasche, da der Sensor im Auto den Fahrer samt Schlüssel erkennt. Das heißt dann im Fachjargon „passive Zugangsberechtigung“. Wer nach einem Einkauf alle Hände voll hat, wird das zu schätzen wissen. Im Auto tippt der Fahrer zum Starten oder Abstellen des Motors nur noch in der Mittelkonsole auf die Start-Stopp-Taste.

Auch der neue A4 ist mit einem innovativen Funkschlüssel ausgestattet: Der vollelektrische Schlüssel kommt ganz ohne sichtbaren Bart – also den gezackten Metallstift – aus, erinnert eher an eine Steckkarte, und wird zum Starten in den Zündschlitz gedrückt. „Mechanisches Drehen in einem Zündschloss entfällt. Lenksäule, Wegfahrsperre, Zündung und Anlasser werden über eine elektronische Abfrage geregelt, was außerdem den Diebstahlschutz enorm erhöht“, erklärt Audi-Technologiesprecher Udo Rügheimer.

Der Schlüssel speichert zudem individuelle Fahrzeugeinstellungen und liest Serviceinformationen wie Füllstände und Fehlermeldungen ein. Wird der Audi zur Inspektion gebracht, lässt sich anhand der Daten des Schlüssels schon sagen, was zu tun ist. „Ein Vertippen bei der Fahrgestellnummer, die für eine sachgemäße Wartung wichtig ist, wird so ausgeschlossen“, sagt Rügheimer.

Auch BMW setzt auf schlaue Schlüssel. Sie speichern unter anderem Fahrgestellnummer, Motorvariante, Farbe, Kilometerstand, Batteriezustand, Bremsenverschleiß sowie Tank-Füllstand. Bei Renault sorgt der Smart-Key sogar dafür, dass sich der Wagen automatisch verriegelt, wenn man sich von ihm mehr als drei Meter entfernt. Ein Volvo macht hingegen auf sich aufmerksam, wenn er unverschlossen zurückgelassen wird.

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