Muscle Cars fliegen in den USA wieder alle Herzen zu
Amerikanische Sportwagen: Muskeln und Mythen

Wer im automobilen Weltatlas nach Sportwagen sucht, blickt nach Deutschland, England oder Italien. Doch auch in Amerika haben kraftstrotzende Autos Tradition, bestätigt Experte Tobias Wittwer aus Delft in den Niederlanden.

dpa/gms DELFT/DETROIT. „Während dieses Vergnügen in Europa über lange Jahre nur den klassischen Herrenfahrern vorbehalten war, haben Ford, Chrysler & Co. mit halbwegs bezahlbaren Sportwagen vor allem die "Jungen Wilden" bedient und damit vor rund 50 Jahren die Gattung der "Muscle Cars" geschaffen.“ Er erinnert an Modelle wie den Chevrolet Camaro, den Dodge Charger, die Modelle der „Chrysler Letter“-Serie und den Pontiac GTO. Doch diese Autos haben nicht nur eine glorreiche Vergangenheit: Alle drei großen US-Hersteller haben den Muskeln und Mythen die Treue gehalten und mittlerweile neu aufgelegte Muscle Cars im Programm.

So erinnert etwa bei Ford der Mustang an die „gute alte Zeit“. Der legendäre Kraftmeier gilt dem Konzern aus Detroit als Ur-Modell des Muscle Car. „Seinen Einstand gab er am 17. April 1964 als Coupé, das schon am ersten Tag 22 000 Mal verkauft wurde“, sagt US-Experte Wittwer. In seiner jüngsten Auflage nimmt der Zweitürer die Rolle des sportlichen Aushängeschildes wieder auf. Unter der Haube stecken „ur-amerikanische“ Motoren: ein vier Liter großer V6 mit 149 kW/202 PS oder ein 4,6 Liter großer V8, der es auf 221 kW/300 PS bringt.

Eine nicht minder lange Tradition hat die Corvette der General Motors-Marke Chevrolet. Ihre Geschichte beginnt nach Angaben von Werner Röser, Sprecher beim deutschen Importeur in Meerbusch, Mitte der fünfziger Jahre und währt bereits sechs Fahrzeuggenerationen. Die Neuauflage aus diesem Jahr wurde noch einmal stärker und sportlicher ausgelegt. Röser verweist auf das auf 1 508 Kilo verringerte Gewicht oder den V8-Motor, der aus 6,0 Litern Hubraum 297 kW/404 PS schöpft.

Während Ford und GM die Verbindung in die Vergangenheit nie haben abreißen lassen, hat sich Chrysler erst in jüngerer Zeit wieder zu den Muscle Cars bekannt. Das begann im Chrysler 300c mit der Rückkehr des Hemi-Motors, der seinen Namen von den halbrunden, hemisphärischen Brennräumen hat.

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