Navigationssystem
Im Dialog mit dem Navigator

Schluss mit verkehrsgefährdendem Herumgetippe auf dem Navi-Display: Medions neues Navigationssystem P4425 funktioniert per Sprachsteuerung – und das beinahe perfekt. Dabei reagiert der Medion-Navigator nicht bloß auf ein spezifisches Sprachsignal, sondern auch auf eine Reihe verwandter Befehle. Die Vorzüge der Sprachsteuerung.
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Es gibt kaum eine Verkehrsregel, die auf deutschen Straßen so oft missachtet wird, wie die Auflage, Navigationssysteme im Auto nicht während der Fahrt zu bedienen. Hand aufs Herz: Hier noch schnell unterwegs eine Adresse eingetippt oder auf der Autobahn bei 160 km/h kurz die Liste der Verkehrsstörungen abgerufen – wer macht das nicht gelegentlich? So mancher Autofahrer sieht das nicht so eng ... und landet nicht selten im Straßengraben oder kracht auf den Vordermann. Wen wundert’s da, dass deutsche Juristen dieser Unsitte mit einem generellen Bedienverbot für Navis während der Fahrt beikommen wollen.

Dass Navigation im Auto auch ohne Blindflug am Steuer und ohne Tippen aufs Flachdisplay funktioniert, das verspricht der Elektronikspezialist Medion. Denn das Topmodell seiner Navi-Serie, das je nach Ausstattung ab 350 Euro teuere P4425, gehorcht nicht nur auf Fingereingaben, sondern ebenso auf Sprachkommandos. Dazu haben die Essener Elektroniker gemeinsam mit der Softwareschmiede Elektrobit in Erlangen und den Spracherkennungsexperten von Nuance die Menüführung des Wegweisers um eine Steuerung per Stimme erweitert.

Das funktioniert, wie ich ausgiebig ausprobiert habe, bemerkenswert gut. Nicht nur, dass das Navi die Anweisungen selbst bei Nebengeräuschen – etwa Musik im Radio, streitenden Kindern auf dem Rücksitz oder dem Fahrtwind am leicht geöffneten Fenster, fast immer korrekt erkannt hat. Die Software arbeitet zudem gänzlich sprecherunabhängig und ohne jegliches Training sicher und weitgehend fehlerfrei. Selbst Eingaben mit wechselnden Sprechern akzeptierte das P4425 anstandslos.

Mehr noch: Im Gegensatz zu den meisten anderen Geräten, die sich zwar bereits mit dem Etikett Sprachsteuerung schmücken, bei denen tatsächlich aber nur die Eingabe von Ort, Straße und Hausnummer über Stimmeingabe funktioniert, lassen sich beim Medion-Navigator tatsächlich fast alle Funktionen per Zuruf steuern.

Vorausgesetzt, der Nutzer erweckt die Spracherkennung zuvor per Fingerdruck auf einer entsprechenden Taste am Navi aus dem Tiefschlaf. Denn ein Aufruf der Steuerung über ein sogenanntes Zauberwort, wie etwa in der Sprachwahlfunktion mancher Handys enthalten, ist nicht vorgesehen.

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