Neue EU-Regelung: Die Abgas-FAQ

Neue EU-Regelung
Die Abgas-FAQ

Die EU will die Autohersteller zwingen, den Ausstoß von klimaschädlichem CO2 binnen fünf Jahren auf durchschnittlich 130 Gramm je gefahrenem Kilometer zu verringern. Das brächte insbesondere die deutschen Hersteller mit ihren PS-Boliden in Bedrängnis. Doch es bleiben viele Fragen zur neuen Regelung – auch, was sie für die Kunden bedeutet. Handelsblatt.com gibt Antworten.

1. Welche Möglichkeiten haben die Hersteller, um den CO2-Ausstoß ihrer Flotte zu senken?

Die einzige Möglichkeit, den CO2-Ausstoß zu senken, führt bei herkömmlichen Kraftstoffen über eine Verbrauchssenkung, da Verbrauch und CO2-Ausstoß korrelieren. So entspricht der jetzt diskutierte Grenzwert von 130 Gramm je Kilometer bis 2012 etwa einem Verbrauch von 4,7 Litern Diesel oder 5,5 Litern Benzin auf 100 Kilometern. Das bedeutet einer Verbrauchsreduktion gegenüber heute von rund 20 Prozent.

Um den Verbrauch zu senken, gibt es verschiedene Möglichkeiten: Gewicht und Luftwiderstandswert der Autos verringern oder die Effizienz der Motoren erhöhen. So lässt sich beispielsweise einiges an Sprit einsparen durch intelligente Einspritzsysteme, durch eine optimierte Motorsteuerung oder durch eine Start-Stopp-Automatik; daaei wird der Motor beim Anhalten ausgeschaltet und durch ein Antippen des Gaspedals wieder gestartet. Der Effekt, wenn alle diese technischen Maßnahmen umgesetzt werden, ist allerdings kaum höher als das Spritspar-Potenzial einer defensiven und vorausschauenden Fahrweise.

2. Welche Rolle spielen Biokraftstoffe?

Biokraftstoffe sind prinzipiell ein geeigneter Weg, um die Emissionen zu senken, da sie CO2-neutral sind. Beim Pflanzenwachstum wird soviel CO2 gebunden wie bei der Verbrennung ausgestoßen wird. Allerdings entstehen erstens auch Umweltbelastungen bei der Produktion der Kraftstoffe, was berücksichtigt werden muss. Zweitens kommt es bei den Biokraftstoffen der ersten Generation, die aus Nutzpflanen gewonnen werden, zu einer Konkurrenz mit der Nahrungsmittelindustrie. Erst die nächste Generation, die aus den Pflanzenteilen hergestellt werden soll, die die Nahrungsmittelindustrie nicht verwertet, wird dieses Dilemma lösen. Drittens ist die Produktion von Biokraftstoffen momentan noch deutlich teurer als die von Rohölprodukten.

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