Neue Scheibenwischer-Technik
Schluss mit dem Sprühnebel

Der Scheibenwischer zählt zu den Auto-Komponenten, die sich in den vergangenen 100 Jahren wohl am wenigsten verändert haben. Doch langsam tut sich was. Zumindest bei der Art der Wasserversorgung.
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Die Wischwasserdüsen auf oder unter der Motorhaube sind ein Auslaufmodell. Nach Mercedes und Toyota setzt nun auch Volvo auf Scheibenwischer mit eigener Wasserversorgung.

Laut Zulieferer Bosch soll die Technik den Flüssigkeitsverbrauch reduzieren und die Sicht des Fahrers und der kamerabasierten Assistenzsysteme verbessern. Auch weil die kurzzeitige Behinderung durch störenden Sprühnebel entfällt.

Zum Einsatz kommt die Technik bei den Schweden zunächst im Luxus-SUV XC90. Das Wasser strömt aus kleinen Ventilen entlang des Wischerarms und wird jeweils während dessen Aufwärtsbewegung auf die Scheibe gebracht. Anders als bei dem Wischdüsen-System soll das bei allen Fahrtgeschwindigkeiten gleichbleibend gut funktionieren.

Ein ähnliches System setzt bereits Mercedes unter anderem im Roadstermodell SL ein. Auch Toyota hat beim Kleinwagen Yaris die Wischerdüsen in den Wischerarm integriert, allerdings gibt es lediglich eine Ventilöffnung. Dort war der Platzmangel unter der Motorhaube offenbar der Hauptgrund für die ungewöhnliche Anordnung.

Künftig könnte die wasserbasierte Scheibenreinigung aber komplett verschwinden. Sportwagenhersteller McLaren zumindest arbeitet an einem System, das die Scheibe per Ultraschall unter Schwingung setzt und so Schmutz und Wasser entfernt. Ähnlich wie bei der Zahnreinigung beim Zahnarzt.

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