Neue Technik für Altfahrzeuge
Hybridantrieb zum Nachrüsten

Hybridautos als Vorboten umweltfreundlichen Fahrens könnten eine erheblich größere Verbreitung finden als bislang angenommen. Geht es nach den Forschern des Fraunhofer-Instituts in Nürnberg, werden künftig nicht nur Neufahrzeuge mit der Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor ausgerüstet.

DÜSSELDORF. Die Entwickler am Zentrum für KFZ-Leistungselektronik und Mechatronik (ZKLM) wollen zeigen, was mit der Kombination möglich ist und verwandeln einen Audi TT in ein Hybridauto. Für das neue Hybrid-Konzept seien nur kleine Änderungen im Antriebsstrang notwendig, sagt Martin März, Leiter des ZKLM. „Unsere Spezialität ist es, Leistungselektronik so kompakt zu bauen, dass sich diese auch in Serienfahrzeugen mit sehr beengten Platzverhältnissen unterbringen lässt.“

Für den Fraunhofer-Entwickler gehört der Hybridantrieb in jedes moderne Auto. Er schaltet beim Bremsen auf Generatorbetrieb und erzeugt so elektrischen Strom, der in einer Batterie zwischen gespeichert wird. Diesen Strom nutzt der Elektromotor dann beim Anfahren. Vor allem im Stadtverkehr sei die Treibstoffersparnis enorm – selbst beim sparsamen Diesel könne sich der Verbrauch noch um bis zu 45 Prozent verringern, so der KFZ-Experte.

Zentrale Bauteile des Hybridantriebs, den die Nürnberger entwickelt haben, sind zwei Elektromotoren. Diese sitzen in der Mitte der Hinterachse und treiben je ein Rad an. Der standardmäßige Vorderradantrieb mit Verbrennungsmotor bleibt unangetastet. Auf diese Weise könnten Zusatzfunktionen wie etwa ein temporärer Allradantrieb integriert werden, sagt März.

Der Elektroingenieur forscht seit Jahren an Hybridlösungen für PKWs. Im Auftrag verschiedener Autohersteller und -zulieferer hat er bereits zahlreiche Elektrokomponenten entwickelt. Seine Spezialität ist es, die Elektronik so klein zu bauen, dass sie sich überall platzsparend integrieren lässt. Der Nürnberger entwickelte unlängst einen Elektroantrieb, der sich komplett in einem Getriebe verstauen lässt.

Zu den Komponenten Marke Eigenbau, die die Ingenieure in den TT einbauen wollen, gehört auch ein Spannungswandler, der den Stromfluss von der Speicherbatterie zum Antrieb steuert. Der Wandler sorgt dafür, dass unabhängig vom Ladezustand stets die gleiche Spannung zur Verfügung stehen. „Das verschlankt das Bordnetz enorm“, so der Elektronikspezialist.

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