Neuer Chrysler-Rückruf
Brandgefährliche Jeeps

Ein defektes Teil kann zu Benzinüberhitzung und damit zu Feuergefahr führen: Nun muss der amerikanische Autohersteller Chrylser erneut einen Massenrückruf starten.  
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Auburn HillsDer Autobauer Chrysler beordert wegen technischer Mängel weltweit Hunderttausende Fahrzeuge in die Werkstätten. Rund 380.000 Ram-Pickup-Trucks und gut 180.000 Geländewagen der Marken Dodge Durango und Jeep Grand Cherokee sind betroffen, wie aus Mitteilungen des Konzerns vom Mittwoch hervorgeht.

Bei den Pick-ups der Modelljahre 2010 bis 2014 kann es wegen eines defekten Teils zu Benzinüberhitzung und Feuergefahr kommen. Die SUVs des Modelljahrgangs 2014 brauchen ein Software-Update, um sicherzustellen, dass die elektronische Steuerungskontrolle funktioniert.

Chrysler habe bislang keine Kenntnis von Unfällen, die im Zusammenhang mit den Problemen stehen, so das Unternehmen.

Nach einem miserablen Ergebnis bei der jüngsten Umfrage des einflussreichen US-Verbrauchermagazins Consumer Report hatte Chrysler erst kürzlich seinen Qualitätschef geschasst. Doug Betts habe das Unternehmen verlassen, um „anderen Interessen nachzugehen“, teilte der Mutterkonzern Fiat Chrysler am Tag vor dem erneuten Rückruf mit.

Die Zeitschrift „Consumer Reports“ hatte am Montag ihre jährliche Umfrage zur Zuverlässigkeit von Autos veröffentlicht, an der sich 1,1 Millionen Leser beteiligten. Die vier Marken mit den schlechtesten Noten Dodge, Ram, Jeep und Fiat gehören zum Chrysler-Konzern.

Erst Mitte Oktober hatte Chrysler wegen technischer Probleme weltweit mehr als 900.000 Fahrzeuge in die Werkstätten zurückbeordert. Die US-Behörde für Verkehrssicherheit (NHTSA) erklärte, es seien etwa 470.000 Autos der Modelljahre 2011 bis 2014 betroffen.

Hier bestehe die Möglichkeit, dass ein Problem bei der Lichtmaschine ein Feuer auslösen könne. Zudem müssten 437.000 Jeep Wrangler aus den Jahren 2011 bis 2013 gewartet werden, um die Gefahr eines Kurzschlusses zu bannen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Frank G. Heide
Frank G. Heide
Handelsblatt / Redakteur Auto + Motor

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