Neues Genesis Coupé
Der Anti-Hyundai

Wer an Hyundai denkt, kommt auf Modelle wie den bekannten Golf-Konkurrenten i30 oder das praktische SUV Santa Fe. Emotionale Autos sind bislang Fehlanzeige. Das Genesis Coupé tritt nun aber den Gegenbeweis an.
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Cascais/PortugalHyundai ist bekannt für preiswerte Klein- und Kompaktwagen, über die sich ab und zu auch VW Gedanken macht, oder SUVs aller Größen. Vom Winzling i10 bis hin zum Passat-Gegner i40 ist Hyundai mit neuen Modellen gut besetzt, auch im SUV-Segment sind die Koreaner mit dem ix35, dem Santa Fe und dem großen ix55 breit aufgestellt.

Nur eine Komponente fehlt da in der Modellpalette: die Emotionen.

„Wir müssen die Bekanntheit unserer Marke ausbauen und sie mit Emotionen aufladen“, sagt Hyundai-Geschäftsführer Markus Schrick. „Die typischen Hyundai-Käufer in den letzten Jahren waren eher pragmatische Menschen, die hohen Wert auf rationale Argumente legten. Inzwischen kommen immer mehr lifestyle-orientierte Käufer hinzu.“

Für die Emotionen soll unter anderem das Genesis Coupé sorgen. Als Nachfolger des Hyundai Coupés ist der Genesis in Deutschland seit Herbst 2010 auf dem Markt. Jetzt haben die Koreaner ihrem Topmodell in Europa eine umfangreiche Modellpflege gegönnt.

Optisch fällt vor allem die neue Front auf. Der große Hexagonal-Kühlergrill entspricht jetzt der aktuellen Hyundai-Designsprache, bisher war die Optik stark an das amerikanische Genesis-Modell angelehnt. Am Heck ist nur die Gestaltung der Rückleuchten geändert worden, ab sofort leuchten hier schicke und energiesparende LEDs.

Die größten Kritikpunkte beim bisherigen Genesis betrafen aber nicht das Aussehen, sondern Teile der Technik. Die alte 6-Gang-Automatik nahm sich viel Zeit für die einzelnen Gangwechsel, das Fahrwerk war sehr bockig, die Traktionskontrolle war mit den damals 303 PS des V6-Saugers am Kurvenausgang oft überlastet.

Hyundai hat die Kritik ernst genommen. Statt dem 6-Gang-Automaten ist jetzt neben der serienmäßigen Handschaltung eine in Korea entwickelte 8-Gang-Automatik im Angebot. Deren Abstimmung zeigte sich bei ersten Testfahrten deutlich harmonischer, hektisches Hin- und Herschalten der Gänge gibt es nicht mehr. Im Sport-Modus setzt die Elektronik die Schaltpunkte optimal, ein Griff zu den Schaltpaddels am Lenkrad ist so eigentlich nicht mehr nötig. Allerdings kostet die Automatik auch 2.000 Euro Aufpreis.

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