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Nicht nur Google und Volkswagen basteln mit: „Navis“ erkunden die Vogelperspektive

Die nächste Generation der Navigatoren ist in Arbeit. Anbieter denken über eine veränderte Darstellung der Karten nach und wollen insbesondere für Großstädte auch dreidimensionale Ansichten zeigen. Das Ziel: die optische Orientierung des Fahrer zu erleichtern.

von Pia Grund-Ludwig
Integration ist Trumpf: Hässliche Handy-Freisprecheinrichtungen und Navigatonsgeräte, die an Armaturenbrett und Frontscheibe kleben, kommen aus der Mode. Foto: dpa
Integration ist Trumpf: Hässliche Handy-Freisprecheinrichtungen und Navigatonsgeräte, die an Armaturenbrett und Frontscheibe kleben, kommen aus der Mode. Foto: dpa

DÜSSELDORF. Viele Computernutzer sind mit der dreidimensionalen Darstellung von Städten und Landschaften schon vertraut, etwa aus Google Earth. Für alle größeren Städte gibt es dort 3D-Ansichten, in die Nutzer im Vogelflug eintauchen können. Das Material ist für die meisten Gegenden der Welt so exakt, dass der Rechner sogar einzelne Häuser abbildet. Der Suchmaschinenspezialist verfügt über das notwendige Kartenmaterial und die Satellitenbilder.

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Anwendungen, die dieses Wissen zu Geld machen sind derzeit noch in der Entwicklung. Eine davon könnte die Entwicklung von Navigationslösungen für Automobile sein. In Palo Alto arbeiten das Electronics Research Laboratory, das ist ein Forschungszentrum von Volkswagen gemeinsam mit Google Earth und dem Prozessorhersteller Nvidia, an einem Prototypen eines Kraftfahrzeugnavigators, der auch in Europa verwendet werden soll.

Nvidia ist mit von der Partie, da dessen Chips für sich schnell verändernde Grafiken optimiert sind. Sie werden unter anderem in Spielkonsolen wie der Playstation eingesetzt. Ähnliche Anforderungen an die Leistungsfähigkeit wie bei Computerspielen stellen sich, wenn die Stadtumgebung während der Fahrt realistisch dreidimensional abgebildet werden soll.

Doch nicht nur Google und Volkswagen basteln an 3D-Navis. „Die Tendenz bei der Kartendarstellung geht in Richtung Abbildung der Realität. Als Hintergrund werden Satellitenbilder und Gebäudetexturen verwendet“, sagt Blaupunkt-Sprecher Joachim Siedler.

Blaupunkts Travelpilot Lucca kann in neueren Versionen bereits dreidimensionale Abbildungen zeigen. Detaillierte Stadtpläne mit Gebäudegrundrissen und der Darstellung von Parks verbessern die Orientierung in Städten. Höhenmodelle bilden einen wirklichkeitsgerechten Eindruck der Landschaft auf dem Display ab.

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