Nissan Juke: Mit solitärer Optik gegen die Platzhirsche

Nissan Juke
Mit solitärer Optik gegen die Platzhirsche

Wer bei den Kleinwagen gegen VW Polo oder Opel Corsa punkten will, sucht sich am besten eine Nische. Wie beispielsweise der Juke von Nissan. Der Japaner bringt etwas Abenteuer in den Alltag.
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DüsseldorfEigentlich sollte jeder Motorjournalist stets ein Bild des Nissan Juke bei sich führen. Um jede müßige Diskussion zum Thema "heute sehen doch alles Autos gleich aus" im Freundes-, Redaktions- oder Bekanntenkreis sofort im Keim zu ersticken. Es reicht ein schneller Griff in die Brieftasche, um mit dem Abbild des 4,16 Meter langen Vietürers die These von der Uniformität moderner Autos zu widerlegen. Als Alternativen bieten sich der VW Beetle oder ein Toyota Prius an.

Fahrzeugkonzepte, die formal oder technisch ihren eigenen Weg gehen sind das Salz in der Suppe des Angebots in den Segmenten, die europaweit die wichtigsten sind, und ein Erfolgsrezept. Nissan verkaufte bislang vom Juke seit der internationalen Markteinführung 2010 mehr als 300 000 Einheiten. Obwohl er in Europa primär für die Märkte der alten Welt entstand, überzeugt das Konzept auch Amerikaner und Japaner. Statt der vorsichtig avisierten 1 300 Einheiten für den ersten Verkaufsmonat, überrollten japanische Kunden die Händler mit knapp 20 000 Bestellungen in den ersten drei Monaten.

Der Nissan Juke konstituierte sich als Kombination eines unverwechselbaren, durchaus polarisierenden Designs und einem neuen Fahrzeugkonzept. Die Planer verbanden einen klassischen viertürigen Kompakten mit den Elementen eines SUV. Ein solches Fahrzeugkonzept bezeichnet das Neudeutsch als "Crossover". Also als Auto, das sich nicht auf eine klassische Fahrzeuggattung beschränkt, sondern mindestens zwei kombiniert. Das Design des Juke war von Beginn an eine klare Absage an automobile Langeweile.

Der Hersteller präsentierte 2009 auf dem Genfer Automobilsalon die Studie Quazana. Eine 4,06 Meter lange Provokation auf fetten 20-Zöllern, die Assoziationen mit einem Buggy ebenso weckte, wie an ein viersitziges Motorrad. Da die Designer an einer extrem langen Leine agieren durften, fiel auch der Innenraum ebenso innovativ wie knallig aus. Weiche Materialien wechseln sich mit harten ab, Metall mit Leder. Ein zentraler Bildschirm mit Touchscreen erlaubt die Regelung der Fahrzeugfunktionen bis hin zum Betriebmodus des Allradantriebs.

Zwei Jahre später war der Quazana zum serienmäßigen Juke gereift. Für das Design zeichnete das europäische Designzentrum der Japaner in London verantwortlich. Den äußeren Auftritt des Crossovers prägen die größten runden Scheinwerfereinheiten für Nebelleuchten seit den Rallyemeisterschaften der Sechziger und Siebziger und die abgerundete Dachlinie, die den Viertürer wie ein Coupé erscheinen lässt. Die Hauptscheinwerfer ziehen sich als schmale Streifen über die Kotflügel.

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