Nissan-Tochter setzt auf Sportlichkeit: Infiniti Fx50s: Der große Unbekannte

Nissan-Tochter setzt auf Sportlichkeit
Infiniti Fx50s: Der große Unbekannte

Es gibt eine neue Alternative in der Oberklasse. Ähnlich wie vor gut zehn Jahren der noble Toyota-Ableger Lexus startet jetzt in Europa auch die Nissan-Schwester Infiniti.

dpa-infocom HAMBURG. Weil die Japaner vor allem bei BMW-Kunden punkten wollen, sind ihre Modelle scharf gegen die Autos aus München positioniert. Die G-Serie mit Limousine, Coupé und bald auch einem Cabrio fährt gegen den 3er. Der kompakte Geländewagen EX soll X3-Fahrer abwerben, und gegen den X5 bringt Infiniti den FX in Stellung. In vielen Teilen Europas hat der Wettbewerb bereits begonnen, in Deutschland dauert es noch bis Herbst 2009.

Flaggschiff und Ikone der Marke ist der FX, neben dem selbst ein Audi Q7 zierlich aussieht. Zwar bleibt der Allradler mit 4,87 Metern Länge unter der Fünf-Meter-Marke. Doch sind der riesige Kühlergrill, die wie ein Dekolleté geschwungene Motorhaube, die stechenden Scheinwerfer und die muskulösen Hüften so imposant, dass der Vordermann sich freiwillig dünne macht. Dennoch wirkt der FX nicht grob und träge, sondern filigran und sportlich - was auch an den großen Kiemen und dem Coupé-förmigen Schnitt des Hecks liegt.

Von der imposanten Größe bleibt innen nicht viel übrig

Schade nur, dass die Japaner auf dem Weg nach drinnen so viel von der Größe verloren haben. Denn geräumig ist der Geländewagen nun wirklich nicht. Während die Konkurrenz als Option sieben Sitze anbietet, gibt es im FX nur zwei Reihen - und schon da wird es eng im Fond. Außerdem fasst der Kofferraum lediglich magere 410 Liter, die dank der hohen Ladekante nur Gewichtheber voll ausnutzen können.

Als Trost gibt es allerdings ein ausgesprochen nobles Ambiente, das die Balance zwischen mondän und modern wahrt. Das Cockpit mit den grell hinterleuchteten Rundinstrumenten, den großen Schaltpaddeln für die Automatik und den vielen Knöpfen auf dem griffigen Multifunktionslenkrad erinnert deshalb ein bisschen an das Raumschiff von Captain Future. Doch Holz, Leder und die klassische Analoguhr in der Mittelkonsole holen den FX wieder in die Gegenwart zurück.

Vortrieb satt, ohne jede Anstrengung

Unter der Haube beginnt das Angebot mit einem 3,7 Liter großen V6-Motor, der 235 kW/320 PS leistet. Aber nach dem Motto "wenn schon, denn schon" ist der Achtzylinder für den immerhin 2,2 Tonnen schweren Wagen die bessere Wahl. Fünf Liter Hubraum, 287 kW/390 PS und 500 Nm Drehmoment garantieren steten Vortrieb ohne jede Anstrengung. Mit der Leichtigkeit eines Sportwagens beschleunigt der Fx50 deshalb in gerade einmal 5,8 Sekunden auf Tempo 100 und wirkt auf der Autobahn so, als sei seine Kraft beim Limit von 250 km/h noch lange nicht zu Ende. Dabei ist der Motor ruhig und gelassen wie ein alter Bär vor dem Winterschlaf. Nur wer das Pedal durchtritt, hört ein wütendes Brüllen, als hätte man ihm den Honigtopf gestohlen.

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