Nutzfahrzeug-IAA: Sauberer durch die City

Nutzfahrzeug-IAA
Sauberer durch die City

Elektro-Nutzfahrzeuge sind leise und emissionsfrei und dadurch ideal für den innerstädtischen Transportdienst. Doch bis sie erschwinglich sind, modernisieren die Hersteller ihre bisherigen Modelle - zum Vorteil der Kunden und der Umwelt.
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Ein Ortstermin in Köln, Anfang Juli. Es herrschen Rekordtemperaturen, die Sonne sticht vom Himmel. All diese Energie, sie muss doch weit stärker noch als bislang aufzufangen, nutzbar zu machen sein? "Wir sind auf dem besten Weg", sagt Gastgeber Jürgen Brauckmann - und weist auf den Fiat Fiorino vor ihm, einen Elektro- Kleintransporter mit Lithium-Ionen-Batterie. "Wird nur mit regenerativer Energie gespeist", ergänzt der Leiter des Unternehmensbereichs Mobilität beim TÜV Rheinland.

Das Fahrzeug, das der Energieversorger RWE einschließlich der 400-Volt-Schnellladestation bereit gestellt hat, ist Teil eines von der Sachverständigenorganisation betreuten, dreijährigen Feldversuchs, dessen Umfang und Ziele an jenem heißen Juli-Tag vorgestellt wurden.

"Wir setzen den elektrobetriebenen Lieferwagen im operativen Tagesgeschäft vorwiegend auf Kurzstrecken und im Stadtverkehr ein, denn dort liegt zunächst auch die Zukunft solcher Modelle", sagt Brauckmann. Er ist überzeugt, dass in ganz Europa immer mehr Städte ihre Umweltauflagen für Kfz einschneidend verschärfen werden.

Von dieser Entwicklung profitierten Elektrofahrzeuge mit ihrem CO2-freiem Antrieb besonders: "Kaum ein Thema hat die im Straßengüterverkehr eingesetzten Antriebstechnologien und Kraftstoffe in den vergangenen Jahren derart verändert wie die Luftreinhaltepolitik, deren Anforderungen immer strikter werden."

Ein weiterer Versuch mit E-Lieferwagen in Köln läuft zur Zeit mit Ford, dem Energieversorger Rhein-Energie, der Stadtverwaltung und der Hochschule Duisburg-Essen. "Im Mittelpunkt steht zunächst die Erprobung von zehn batterieelektrischen Nutzfahrzeugen des Typs Transit, die als Liefer- und Verteilerfahrzeuge eingesetzt werden", erklärt Ford-Sprecher Isfried Hennen. In einer zweiten Projektphase sollen von 2011 an weitere 15 Fahrzeuge dazukommen.

Auch Daimler führt aktuell einen Feldversuch durch. Bis Ende 2010 dürften 100 Elektro-Transporter des Modells Vito an Speditionen übergeben sein, die in Sachen Warenverteilung in Ballungsräumen und Innenstädten unterwegs sind. Der Elektromotor liefert 90 kW/120 PS, Höchstgeschwindigkeit 80 km/h, Reichweite 130 Kilometer. Bei Zuladung, Transportvolumen und Sicherheit gebe es keine Nachteile im Vergleich zu einem konventionell angetriebenen Vito, versichert Daimler-Sprecher Michael Gutzeit. Alle diese Versuche bringen neue Erkenntnisse zu Fahrverhalten, Geräuschkulisse, Reichweite, Transportvolumen, Elektroladezeiten einschließlich Abrechnung sowie zu Wartung, Reparatur, Sicherheit und Garantieleistungen.

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