Ohrfeige für die Konkurrenz
Mazda 2: Schlank und sparsam in die zweite Runde

Ein schlechtes Auto war der Mazda zwei bislang nicht. Doch so gut der Kleinwagen auch in Pannenstatistiken und Vergleichstests abgeschnitten hat, so sehr wurde er von den Kunden geschmäht. Mit hohem Dach und kantigem Design war er offensichtlich zu bieder für eine Klasse, in der auch für wenig Geld viel Charme erwartet wird.

dpa-infocom HAMBURG. Das haben sich die Japaner zu Herzen genommen und bringen nun eine Neuauflage an den Start, die mit der ersten Generation bis auf den Namen nicht mehr viel gemein hat. Im Geist der Studie Sassou ist der künftig wieder in Japan gebaute Mazda zwei sehr viel sportlicher gezeichnet und bricht dabei gleichzeitig mit einem ehernen Gesetz der Autobranche: Statt größer wird der Wagen beim Generationswechsel kleiner und damit vor allem leichter. Ohne preistreibende Spezialwerkstoffe wie Aluminium, Magnesium oder Carbon sinkt so das Gewicht im Schnitt um 100 Kilogramm. Und ohne aufwendige Motortechnik wie Benzindirekteinspritzung oder Start-Stopp-Automatik geht der Verbrauch durch die Bank weg um 15 Prozent zurück und liegt nun immer mindestens einen halben Liter unter den entsprechenden Wettbewerbern.

Vorn viel und hinten wenig Platz

Auch wenn dem neuen Mazda zwei bei einer Länge von 3,89 Metern vier Zentimeter zum Vorgänger fehlen, gibt es am Platzangebot nichts auszusetzen. Zwar vermisst man bei der ersten Fahrt ein wenig die alte Kopffreiheit. Doch stößt der Scheitel noch immer nicht ans Dach. Und dank des unveränderten Radstands ist in der ersten Reihe auch für Knie und Schultern genügend Platz. Hinten dagegen muss man schon etwas enger zusammenrücken, wenn man zu zweit oder gar zu dritt unterwegs ist. Aber das war auch früher nicht anders. Das Kofferraumvolumen geht mit 250 Litern in Ordnung und lässt sich durch die geteilt umklappbare Rückbank auf maximal 787 Liter erweitern.

Außen sportlich, innen spießig

Gleichzeitig sieht der Wagen sportlicher aus: Die Scheinwerfer funkeln brillant, die ausgestellten Radhäuser zeugen von einer gewissen Kraft, die Dachlinie ist auch vor dem Debüt des Dreitürers nahe am Coupé, und das Heck lockt wie ein knackiger Hintern zum zärtlichen Klaps. Nur das Interieur passt nicht so recht zum frischen Flair: Zwar stimmen alle Passungen, die Fugen sind schmal und die Bedienung gibt keine Rätsel auf. Doch Materialauswahl, Farben und Formen dürften peppiger sein. Ein runder Rahmen um das Radio und ein paar metallisch schimmernde Zierblenden sind zu wenig, um aus einem Langweiler einen echten Trendsetter zu machen. Pfiffig dagegen sind Details wie das im Handschuhkasten integrierte Zeitschriftenfach oder der nach oben gerückte Schaltknauf.

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